Im innovationsfondsgesponserten LEX LOTSEN OWL untersucht die Deutsche Schlaganfall-Hilfe im Verbund mit allen Kreisen und der Stadt Bielefeld in Ostwestfalen-Lippe die Einbindung von Patientenlotsen in die Standardversorgung. Landrat Meinolf Haase übernimmt im Kreis Lippe die Patenschaft. Drei Lotsinnen in Lemgo betreuen bis zu zwölf Monate Schlaganfallpatienten, koordinieren Rehabilitation, häusliche Nachsorge und regionales Netzwerkmanagement sowie Qualitätssicherung im Gesundheitszentrum Oerlinghausen. Sie bereiten medizinische Informationen auf, klären Risikofaktoren, unterstützen bei Angelegenheiten der Pflegeorganisation.
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Kooperation von Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Institutionen und Kreisen stärkt Versorgungsnetz
LEX LOTSEN OWL etabliert seit Mai 2024 eine enge Partnerschaft zwischen der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, allen Kreisen in Ostwestfalen-Lippe, der Stadt Bielefeld und regionalen Kliniken. Kern des Vorhabens ist die systematische Organisation von Patientenlotsen, die Schlaganfallbetroffene über einen definierten Zeitraum begleiten und individuelle Hilfestellungen bieten. Eine nachhaltige Verankerung dieser Begleitung in der Regelversorgung soll dazu beitragen, Kontinuität in Therapie und Nachsorge zu gewährleisten und die Versorgungsqualität flächendeckend anzuheben, zudem werden Schnittstellen zu Sozial- und Reha-Diensten verbindlich definiert.
Landrat Meinolf Haase verleiht Projekt LEX LOTSEN OWL Sichtbarkeit
Mit der Schirmherrschaft durch den Landrat im Kreis Lippe wird das Engagement im Projekt sichtbarer und erfährt eine höhere Akzeptanz. Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL (ZIG OWL) betont, dass Patientenlotsen als verbindende Schnittstelle im Gesundheitswesen wesentlich zur Optimierung von Versorgungsabläufen beitragen. Schlaganfallbetroffene gewinnen durch integrierte medizinische, therapeutische sowie soziale Leistungen unmittelbar verbesserte Begleitung und Unterstützung im Genesungsprozess frühzeitig individuell ganzheitlich systematisch nachhaltig effektiv ressourcenschonend zielgerichtet.
Schlaganfalllotsinnen unterstützen Patientinnen und Patienten bei Therapie und Pflege
Innerhalb des Kreises Lippe übernehmen speziell geschulte Lotsinnen die ganzheitliche Betreuung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten. Sie gewährleisten nahtlose Übergänge zwischen Krankenhausaufenthalt, neurologischer Rehabilitation und häuslicher Nachsorge. In diesem Zusammenhang bereiten sie medizinische Befunde verständlich auf, klären über persönliche Risikosituationen auf und koordinieren Termine mit Therapeuten, Pflegediensten und Behörden. Durch ihre praxisorientierte, fachkompetente, empathische, verlässliche und zielgerichtete Unterstützung wird eine bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt, die Betroffenen sowie Angehörigen Sicherheit und Orientierung bietet.
Stroke-Unit-Team Lemgo betreut seit Mai sechzig Patienten zwölf Monate
Drei Patientinnen-Lotsinnen, Birgit Gilke, Meike Finkler und Carola Riesenberg, sind seit Mai 2024 an der Stroke-Unit des Klinikums Lemgo im Rahmen des LEX LOTSEN OWL-Projekts durchgängig im Einsatz. Sie übernehmen die umfassende Betreuung von jeweils etwa 60 Schlaganfallbetroffenen gleichzeitig. Während eines Begleitzeitraums von bis zu zwölf Monaten vernetzen sie medizinische, therapeutische und soziale Angebote, klären administrative Fragen und gewährleisten eine kontinuierliche Versorgung im Anschluss an den Klinikaufenthalt inklusive kompetenter Angehörigenberatung.
Oerlinghausener Lotsenbüro optimiert Prozesse, pflegt Netzwerke und sichert Standards
Im Lotsenbüro des Gesundheitszentrums Lippe in Oerlinghausen laufen sämtliche administrativen Prozesse zusammen: Es ist verantwortlich für die Organisation von Terminen, die Koordination regionaler Kooperationspartner sowie für die Erfassung und Auswertung relevanter Daten im Rahmen qualitätssichernder Maßnahmen. Durch präzise Dokumentation, standardisierte Verfahren und fortlaufende Analysen werden definierte Qualitätskriterien eingehalten, Optimierungspotenziale identifiziert und Arbeitsabläufe stetig angepasst, um eine effiziente sowie bedarfsgerechte Patientenversorgung sicherzustellen. Jede Anpassung wird dokumentiert und in regionalen Netzwerktreffen überprüft.
Patientenlotsen begleiten Schlaganfallbetroffene ein Jahr lang im regionalen Versorgungsnetzwerk
Patientenlotsen im Rahmen von LEX LOTSEN OWL übernehmen die ganzheitliche Betreuung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten in Ostwestfalen-Lippe. Sie fungieren als zentrale Ansprechpersonen, bereiten medizinische sowie therapeutische Empfehlungen verständlich auf und koordinieren individuelle Nachsorge. Über einen Zeitraum von bis zwölf Monaten verknüpfen sie Krankenhausaufenthalt, Rehabilitation und ambulante Versorgung. Gleichzeitig sorgt ein regionales Büro für die kontinuierliche Auswertung und Qualitätssicherung aller Prozesse, um die Integration in die Regelversorgung vorzubereiten und fortlaufend optimieren.

