Zur heutigen Sitzung bei Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt
"Wenn sich bei den Gesprächsteilnehmern allein schon die Erkenntnis durchsetzt, dass die gesetzliche Krankenversicherung ein Einnahme- und kein Ausgabenproblem hat, würde das ein Erfolg sein." So umriss Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, seine Erwartungen an die heutige Gesprächsrunde bei Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, zu der diese Vertreter von Kassen, Gewerkschaften und Arbeitgebern eingeladen hat.
Weiter müsste sich die Runde bei Ulla Schmidt darüber klar werden, "dass der Leistungskatalog in der gesetzlichen Krankenversicherung nur dann weiter solidarisch finanziert werden kann, wenn man sich auf das Notwendige beschränkt." Dazu zählt der Hartmannbund-Vorsitzende chronische Erkrankungen, stationäre Behandlungen und teuere akute ambulante Behandlungen, wie etwa eine Kernspin-Aufnahme: "Dass dabei einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger durch Härtefall-Regelungen geschützt werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit", so Dr. Thomas, der erneut monierte, dass bei dieser Gesprächsrunde "die Ärzteschaft wieder einmal nicht eingeladen ist."
Gleichwohl könne die heutige Veranstaltung erste Aufschlüsse darüber geben, ob "Eigenverantwortung, Subsidiarität und Solidarität eher das Bermudadreieck der Versorgungsmentalität oder aber das Fundament für eine moderne Sozial- und Gesundheitspolitik sind", erklärte Dr. Thomas, der damit gleichzeitig das Thema einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung des Hartmannbundes am 19. Oktober 2001 im Kongresshaus Baden-Baden bekannt machte.
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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