Zahngesundheit von werdenden Müttern wichtig für das ungeborene Leben

27.11.2009 | Hannover
Die KKH-Allianz hat heute zum fünften Mal den KKH-Allianz Innovationspreis verliehen. Im Rahmen des Präventionskongresses 2009 im Dresdner Hygiene-Museum prämierte die KKH-Allianz herausragende und zukunftsweisende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Früherkennung und Prävention.

Der mit 12.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an Prof. Dr. Hüsamettin Günay von der Klinik für Zahnerhaltung, Paradontologie und präventive Zahnheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).

Der Zahnarzt hat mit seiner eingereichten Studie gezeigt, dass die Zahngesundheit sowohl von Frauen in der Schwangerschaft als auch Kindern in den ersten Lebensjahren durch spezifische Kontrolluntersuchungen und Informationen in und nach der Schwangerschaft verbessert werden kann. "Ich schlage vor, dieses Thema auch in den Mutterpass der Schwangeren aufzunehmen", so Prof. Dr. Günay. "Die Gesundheit von Mutter und Kind kann insgesamt nachhaltig verbessert werden." Der Vorstandsvorsitzende der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, begrüßte das Forschungsprojekt: "Als Familienkasse liegen uns die Sorgen und Nöte junger Familien besonders am Herzen. Deshalb freue ich mich, in diesem Jahr einen Preisträger aus diesem Segment prämieren zu können."

Seit 2001 fördert die KKH-Allianz alle zwei Jahre herausragende Arbeiten im Bereich Früherkennung und Prävention. Einzelne der in den vergangenen Jahren prämierten Innovationen sind bereits in die Versorgungswirklichkeit eingegangen, so zuletzt ein Frühwarnsystem für Schlaganfall. An diesem neuen Screening-Verfahren zum Vorhofflimmern haben inzwischen fast 1.500 Versicherte der KKH-Allianz kostenfrei teilgenommen.

Den mit 8.000 Euro dotierten zweiten Preis nahm Dr. Sabine Reszies als Projektkoordinatorin stellvertretend für das Projekt InnoGema von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin entgegen. Im Rahmen des Projektes wurde ein innovatives Konzept zur überbetrieblichen Gesundheitsförderung erarbeitet. Marita Kawelke erhielt stellvertretend für die Jugend- und Drogenberatungsstelle der Landeshauptstadt Dresden den dritten Preis (4.000 Euro). Das Team der Jugend- und Drogenberatungsstelle hat einen Film produziert, mit dem Mitarbeiter in der Jugendarbeit dafür sensibilisiert werden sollen, psychische Krankheiten, auch in Verbindung mit Drogensucht, bei Jugendlichen besser zu erkennen.

Dass die KKH-Allianz sich auch in Zukunft für Forschungsprojekte in diesen Themenfeldern engagieren will, betonte Ingo Kailuweit ausdrücklich im Rahmen der Preisverleihung: "Als Krankenkasse sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung für Prävention, Früherkennung und Vorsorge. In der Gesundheitspolitik finden diese Themen noch nicht ausreichend Beachtung. Das Scheitern eines Präventionsgesetzes in der letzten Legislaturperiode hat dies nochmals unterstrichen."

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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