Wir müssen draußen bleiben

18.02.2010 | Karlsruhe
Durchatmen dank allergikergerechter Modernisierung

Am 20. März um Punkt 18:32 Uhr ist es soweit: In Deutschland beginnt der Frühling. Für Menschen mit einer Pollenallergie ist das allerdings kein Grund zur Freude, denn ihr Immunsystem reagiert auf die erblühende Natur mit heftigen Abwehrreaktionen: Niesattacken und eine chronisch laufende Nase sind da noch die harmlosesten Symp­tome. Allergien haben sich zur Volkskrankheit Nr. 1 entwickelt: Experten schätzen, dass bereits 12 Millionen Deutsche betroffen sind. Mit einem Heuschnupfen kann der Aufenthalt im Freien zur Tortur werden. Aber auch in den eigenen vier Wänden ist man vor Pollen, Hausstaubmilben und anderen allergieauslösenden Stoffen nicht sicher. Die Deutsche Bausparkasse Badenia gibt Tipps, wie sich die eigene Wohnung allergikergerecht sanieren lässt - damit Pollen und andere Allergene so wenig belastend wie möglich sind.

Allergieauslöser vermeiden

90 Prozent seines Lebens verbringt der Mensch in Innenräumen - da sollte das Klima stimmen. Doch wer unter Heuschnupfen leidet, kennt das: Der Blütenstaub kommt ungehindert in die Wohnung und löst auch dort die Symptome aus. Eine erste Hilfe dagegen sind Schutzgitter oder Vliese an den Fenstern. Da die feinen Schwebstoffe aber auch an der Kleidung haften, sollte man diese in der Pollen-Saison häufiger waschen.

Bei vielen Menschen sind Schimmelpilze, Hausstaubmilben oder Schadstoffe in Möbeln, Tapeten oder Bodenbelägen für allergische Reaktionen verantwortlich. Ihre Beschwerden halten ganzjährig an und können extrem heftig sein. Wer davon betroffen ist, sollte das Problem systematisch angehen: Der erste Schritt zum gesunden Raumklima kann ein Schadstoff-Check sein. Jochen Ament von der Deutschen Bausparkasse Badenia hat einen Tipp: "Die Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.V. (www.agoef.de) vermittelt Adressen von qualifizierten Messinstituten und Beratern. Die untersuchen die Raumluft, verwendete Materialien und Hausstaub auf Schadstoffe und geben eine Kostenschätzung für erforderliche Sanierungsmaßnahmen."

Für ein gesundes Raumklima lässt sich viel tun: Etwa der Einbau eines Luftreinigers, der Staubpartikel und Pollen erfasst und im Luftfilter festhält. Es gibt Einzelgeräte für einen Raum (z. B. das Schlafzimmer) und Anlagen für das ganze Haus. Ein Segen für Allergiker sind auch Staubsauganlagen, die Staub und Pollen direkt in ein im Keller befindliches Zentralgerät leiten. So kommt belastete Luft, die herkömmliche Geräte ausstoßen, gar nicht erst in die Nähe des Allergikers. Findet der Fachmann bei einem Schadstoff-Check allerdings gefährliche Holzschutzmittel im Parkett, allergieauslösende Stoffe in Tapete und Teppichboden oder sogar Schimmel an den Wänden ist ein Austausch oder die Sanierung der belasteten Bauteile meist unumgänglich. Schnell kann die Finanzierung solcher Maßnahmen eine enorme Strapaze für den Geldbeutel bedeuten.

Mit dem Bausparvertrag zum gesunden Wohnen

Was viele nicht wissen: Für solche Investitionen kann man auch einen bestehenden Bausparvertrag nutzen. Badenia-Experte Jochen Ament erklärt: "Die Bausparkassen bieten Darlehen bis 30.000 Euro an, die nicht an einen Eintrag ins Grundbuch gebunden sind. Zusammen mit dem bereits angesparten Guthaben können Immobilieneigentümer so bis zu 50.000 Euro in allergikerfreundliche Maßnahmen investieren." Diese Möglichkeit steht auch Mietern offen. Sie können zum Beispiel bei einer Bausparsumme von 25.000 Euro ein Blankodarlehen bis zu 15.000 Euro erhalten. Jochen Ament dazu: "Gerade wenn eine Untersuchung größeren Sanierungsbedarf ergibt, ist ein Bausparvertrag von Vorteil. Eingesetzt als eine Art Krankenversicherung fürs Zuhause lassen sich Renovierungsmaßnahmen bequem finanzieren."

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bausparkasse Badenia AG

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