Winter: Hochsaison für Kopfläuse - TK-Tipps zum Aus für die Laus

28.02.2009 | Hamburg
Wenn es im Winter auf dem Kopf kribbelt, sind oftmals Läuse der Grund. Zur kalten Jahreszeit haben Kopfläuse insbesondere bei Kindern gute Chancen, sich auszubreiten.

Denn: In Schulen und Kindergärten hängen Jacken, Mäntel und Schals eng nebeneinander, die Mützen werden gern mal untereinander ausgetauscht und die Köpfe beim Spielen zusammengesteckt. Läuse sind flügellose Insekten, das heißt, sie können weder fliegen noch springen, dafür aber recht schnell laufen. Übertragen werden sie direkt von Kopf zu Kopf oder indirekt durch gemeinsames Benutzen von Kämmen, Handtüchern, Wäsche, Kleidung und Spielzeug. Sind die Läuse erst einmal von einem zum anderen gekrabbelt, verursachen sie einen starken Juckreiz auf dem Kopf. Da die lästigen Schmarotzer nicht von alleine verschwinden, müssen sie gründlich bekämpft werden. Die Techniker Krankenkasse (TK) empfiehlt folgende Vorgehensweise, um der Laus den Garaus zu machen:

Um nachzuschauen, ob sich an den Haaren Läuse oder Nissen (Läuseeier) befinden, scheitelt man das Haar mit einem Läuse- oder Nissenkamm und sucht, eventuell mit Hilfe einer Leselupe, Kopfhaut und Haare gründlich ab. Ausgewachsene Läuse sind etwa drei Millimeter groß und grau. Wenn sie sich gerade mit Blut vollgesogen haben, ist ihre Farbe rötlich-braun. Die Eier von Läusen sind etwa ein Millimeter große hellgrau glänzende Verdickungen, die sehr fest dicht über der Kopfhaut an den Haaren sitzen. Sie kleben an den Haaren und lassen sich nicht abstreifen.

Die Haare sollten bei Befall sofort mit einem läusetötenden Mittel behandelt und anschließend mit einem speziellen Kamm nass ausgekämmt werden. Fünf Tage nach der Erstbehandlung werden die Haare nochmals nass ausgekämmt, um später geschlüpfte Larven zu entfernen. Am achten bis zehnten Tag das Mittel erneut anwenden und das Haar auskämmen. So werden alle Larven abgetötet, die noch zu diesem Zeitpunkt geschlüpft sein könnten. Am 13. und 17. Tag das Haar nochmals auskämmen, um zu kontrollieren, ob die Behandlung erfolgreich war.

Da sich die Kopfläuse auch auf anderen Gegenständen eingenistet haben könnten, ist es sinnvoll, diese zu reinigen. Kämme und Bürsten sollten gesäubert, Kleidung, Handtücher und Bettwäsche gewechselt und bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Fußböden und Polster am besten mit dem Staubsauger von Haaren befreien. Stofftiere und Spielzeug für zwei bis vier Wochen in einem luftdicht verschlossenen Plastiksack aufbewahren oder zwei Tage bei minus zehn Grad Celsius einfrieren.

Weitere Informationen und Tipps gibt es unter www.tk-online.de in der Rubrik "Gute Besserung".

Quelle: Pressemeldung Techniker Krankenkasse

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