Vorbräunen schützt nicht vor Sonnenbrand

26.05.2009 | Hamburg
DAK rät zur Vorsicht beim Besuch im Solarium

Der Sommer ist im Anmarsch, endlich kann man wieder mehr Haut zeigen. Aber wer trägt schon gern seine Blässe zur Schau? Der Weg ins Solarium liegt also nah, um die Haut vorzubräunen und schon einmal für die Sommersonne zu trainieren. Ein fataler Irrtum, denn die meisten Sonnenhungrigen unterschätzen das Krebsrisiko von Solarien; die künstliche Lichtdusche ist nämlich keine gesunde Alternative zu den natürlichen Sonnenstrahlen. Im Gegenteil. "Die ultraviolette Strahlung kann ebenfalls zu Sonnenbränden und Hautkrebs führen, warnt DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. "Und gerade die Vorbräune, die sie versprechen, ist trügerisch. Solariumsbräune schützt keinesfalls vor Sonnenbrand. Besser ist, sich bei sportlichen Aktivitäten wie langen Spaziergängen allmählich an die Sonne zu gewöhnen."

Auslöser von Hautkrebs sind hoch dosierte UV-Strahlen, mit denen Solarien fast ausschließlich arbeiten. Diese Strahlen haben unterschiedliche Wirkungen auf die menschliche Haut: So dringen UV-B-Strahlen in die obere Hautschicht ein und sind Ursache für den Sonnenbrand, DNA-Schäden und die Entwicklung von Hautkrebs. Da UV-B-Strahlen inzwischen als gefährlich bekannt sind, gibt es diese heute in Bräunungsgeräten nur noch in geringem Maße. UV-A-Strahlen dringen dagegen in tiefere Hautschichten ein, bewirken eine schnelle aber kurzfristige Bräunung und im Übermaß genossen, lassen sie die Haut vorzeitig altern. Beide Strahlenarten können jedoch das Erbgut schädigen und zu Hautkrebs führen.

Wer dennoch nicht auf die künstliche Bräune verzichten möchte, sollte zumindest einige Regeln beachten. Gehen Sie nur in Solarien mit kontrollierten Geräten und geschultem Personal. Um die individuelle Höchstgrenze der Bestrahlungsdauer zu ermitteln, empfiehlt es sich, vor dem Bräunen den Hauttyp zu bestimmen. "Wer sehr helle, sonnenbrandgefährdete Haut hat, sollte aber überhaupt keine Bräunungsgeräte nutzen", rät Dr. Pfarrer. "Dies gilt ebenso für Leute, deren Haut bereits von der Sonne geschädigt ist." Mehrere Stunden vor dem Sonnenbad müssen Kosmetika von der Haut entfernt werden, sonst drohen Pigmentstörungen und Hautreizungen. Wer Medikamente einnimmt, sollte vorher den Hausarzt befragen, ob diese die Lichtempfindlichkeit der Haut beeinträchtigen. Beim Sonnenbad muss eine UV-Strahlen undurchlässige Brille getragen werden. Für die Anzahl der Sonnenbäder gilt die Faustregel: Sowenig wie möglich - egal ob auf der Wiese oder unter der Sonnenbank. Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Besuch von Solarien übrigens per Gesetz grundsätzlich verboten.

Quelle: Pressemeldung D A K - Unternehmen Leben

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