Volksleiden Kopfschmerzen - Vorsicht beim schnellen Griff in die Pillendose
Fast jeder hat sie schon einmal zu spüren bekommen: Kopfschmerzen. Sie gelten als Volkskrankheit Nummer Eins, unter der mehr als die Hälfte der Deutschen regelmäßig leidet. Auch Kinder sind bereits betroffen.
Für viele Betroffene ist es bei Kopfschmerzen jeder Art am einfachsten, schnell ein Medikament einzunehmen, um wieder auf den Damm zu kommen. Doch die unerwünschten Nebenwirkungen, die manche Präparate mit sich bringen, werden leicht unterschätzt. Dr. med. Manfred Lucko, Betriebsarzt bei der Allianz Deutschland AG dazu: "Ich rate grundsätzlich bei jeder Kopfschmerzart, den Schmerzmittelkonsum so weit wie möglich zu reduzieren."
Medikamente wie starke Schmerz- oder Migränemittel können auch Einfluss auf Wahrnehmung, Reaktions- und Konzentrationsvermögen nehmen - beispielsweise im Straßenverkehr. Deshalb empfiehlt der Allianz Arzt: Den Beipackzettel von Medikamenten sorgfältig lesen. Denn hier finden sich bereits Hinweise darauf, ob sie die Leistungsfähigkeit beeinflussen und welche Auswirkungen sie im Zusammenspiel mit anderen Arzneien hervorrufen. Im Zweifelsfall beim Arzt oder Apotheker nachfragen.
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz
Unter welcher Art Kopfschmerz ein Betroffener leidet, ist nicht immer leicht festzustellen: Die Medizin unterscheidet hier zwischen über 180 verschiedenen Formen. Das "klassische" Kopfweh, das fast jeder gelegentlich verspürt, ist der dumpf-drückende so genannte Spannungskopfschmerz. Er lässt sich im Normalfall gut in den Griff bekommen. Manchmal hilft schon etwas Bewegung an der frischen Luft oder ein leichtes Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS).
Dr. Lucko rät aber grundsätzlich, Schmerzen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen - vor allem wenn sie häufiger auftreten: "Es ist wichtig, gemeinsam mit dem Arzt herauszufinden, unter welcher Art von Kopfschmerzen ein Betroffener leidet und ob nicht eine Migräne vorliegt."
Acht Millionen Deutsche leiden unter Migräne
Denn diese weltweit häufigste Nervenerkrankung ist mehr als "nur" Kopfweh. Allein in Deutschland sind laut Migräne Liga etwa acht Millionen Menschen betroffen - rund 75 Prozent davon Frauen. Die Veranlagung zu Migräne wird wahrscheinlich vererbt. Zentrales Symptom eines Migräne-Anfalls, der zwischen vier und 72 Stunden dauern kann, ist ein heftiger, pochender Kopfschmerz, oft auf nur einer Kopfseite. Körperliche Betätigung verstärkt die Schmerzen, Lichtscheu und Lärmempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und manchmal Erbrechen kommen hinzu.
Dr. Lucko: "Migräne sollte behandelt werden, da die Betroffenen stark leiden. Heilen lässt sich die Erkrankung allerdings nicht. Aber man kann bestimmte Auslösefaktoren herausfinden, wenn möglich vermeiden und damit die Häufigkeit der Attacken verringern. Da jeder Betroffene individuell reagiert, sollte er gemeinsam mit seinem Arzt einen Behandlungsplan entwickeln - das verspricht die besten Erfolgschancen." Ein weiterer Lichtblick: Im Normalfall werden Migräneattacken nach dem 45. Lebensjahr milder und seltener - bei Frauen und Männern.
Quelle: Pressemeldung Allianz SE
Dieser Beitrag wurde bisher 51 mal gelesen.
(Rang 1564 auf krankenversicherungen-news24.de)
Weitere News
Chirurgie-Intensivkurs für Ingenieure
05.04.2012 | Um die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Konzepte in der Chirurgie zu beschleunigen und...
weiter in Chirurgie-Intensivkurs für ...Nach S&P bestätigt auch Fitch die Rating-Ergebnisse der Gothaer
11.11.2011 | Fitch Ratings hat gestern Abend das "A"-Rating für die Gothaer Allgemeine Versicherung AG und die Gothaer...
weiter in Nach S&P bestätigt auch Fitch die ...Neue blend a dent Super Haftcremes Complete: Jetzt dreimal so gut
10.11.2011 | Was schon "Super" war, ist seit August nun noch besser: Die neueste Generation der bewährten Super-Haftcremes...
weiter in Neue blend a dent Super Haftcremes ...Kassen wollen Onkologie- Pauschalen kürzen
07.11.2011 | BDI Niedersachsen gegen rigiden Sparkurs
weiter in Kassen wollen Onkologie- ...Neuartige Magnetresonanz-Technologie gibt genauere Einblicke in die Struktur der Materie
27.10.2011 | DFG fördert drei DNP-NMR-Geräte für die Lebens- und Materialwissenschaften
weiter in Neuartige ...Aktuelles
Welche Arten von Rentenversicherungen sind sinnvoll?
Private Rentenvorsorge ist heute wichtiger denn je. Bereits...
weiter ...Einheitliche internationale Lebensmittel- Standards für Bekämpfung von Unterernährung bei Kindern
Codex-Komitee für Ernährung und diätetische Lebensmittel...
weiter ...Neuigkeiten
Chirurgie- Intensivkurs für Ingenieure
Um die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer...
weiter ...Nach S&P bestätigt auch Fitch die Rating- Ergebnisse der Gothaer
Fitch Ratings hat gestern Abend das "A"-Rating für die...
weiter ...Weitere Themen
Dr. Nikolaus Rauber in Bundesvorstand gewählt
Die Delegierten des Verbandes der niedergelassenen Ärzte...
weiter ...Top gestylt durch die kalte Jahreszeit mit Beinen in Bestform
Fashion-Blogger kreieren Herbst-Look für Gillette...
weiter ...Archiv
Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser
Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen...
weiter ...Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag bei der Honorararztregelung muss weg!
Die Vergütungssituation der internistisch tätigen Belegärzte...
weiter ...Verschiedenes
Zedernholzsohle gegen Fußgeruch
Zedernholz besitzt die Eigenschaft, dass es im geschnittenen...
weiter ...DFG fördert acht neue Sonderforschungsbereiche
Themen von Nachhaltigkeit in der Fertigungstechnik bis zum...
weiter ...
