UNIQA unterstützt Krankenhäuser bei der Vorsorge gegen Legionellen

30.04.2008 | Wien
UNIQA, Österreichs führender Gesundheitsversicherer, ließ in den vergangenen Monaten in ca. 40 Krankenhäusern, die bei UNIQA versichert sind, eine präventive Untersuchung der technischen wasserführenden Anlagen hinsichtlich einer Legionellen-Kontaminierung durchführen.

Ein großer Teil dieser Betriebe entschied sich nach Übergabe der Expertise, die im Anschluss an die Untersuchung ausgestellt wurde, zusätzlich auch eine TÜV-Zertifizierung durchführen zu lassen. Denn neben der medizinischen Problematik sehen sich Anlagenbetreiber vor allem auch vor einem wirtschaftlichen und juridischen Problem.

Laut WHO sterben in Europa jährlich rund 10.000 Personen an den Folgen der Legionärskrankheit, die durch das Bakterium Legionella pneumophila ausgelöst wird. Aufgrund der herrschenden Rechtslage und der zunehmenden Sensibilisierung der Bevölkerung stellt dieses Bakterium aber nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein rechtliches und wirtschaftliches Risiko für jeden Anlagenbetreiber dar, denn es ist eindeutig geklärt, dass der Anlagenbetreiber für die Qualität des Trinkwassers in seiner Anlage verantwortlich ist, nicht der Wasserversorger.

Dr. Johannes Hajek, Vorstandsvorsitzender der UNIQA Sachversicherung: "Die Behörden sind hier jetzt wirklich sehr aktiv. Schon bei Verdacht auf einen Krankheitsfall durch Legionellen-Kontaminierung werden Anlagen geschlossen und dürfen erst dann wieder geöffnet werden, wenn nachweislich keine Gefahr besteht. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen all jene Krankenhäuser, die bei uns versichert sind, im Kampf gegen die Legionellen zu unterstützen, indem wir die Kosten der Überprüfung bis zur Expertise übernehmen." Bereichsleiter der UNIQA Industrieversicherung und Projektleiter Mag. Wolfgang Fitsch ergänzt: "Das Feedback auf unser Angebot war sehr positiv und die Kooperationsbereitschaft bzw. die Entschlossenheit der Häuser, hier nachhaltig etwas zu tun, haben uns besonders gefreut."

Aufbauend auf dieser Expertise können die Krankenhäuser nun eine Anlagen- bzw. Unternehmenszertifizierung durch den TÜV durchführen lassen und dann das TÜV- Zertifikat "Legionellensichere Anlage" tragen.

UNIQA Partner HWC übernimmt Risikomanagement

Durchgeführt werden die entsprechenden Prüfungen bis hin zur Expertise durch HWC (Hygienic Water Consulting), einem langjährigen Partner von UNIQA in diesem Bereich. Unter anderem wird in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Personen der Ist-Zustand der technischen Anlage erhoben, eine Risikoanalyse durchgeführt, Wasserproben genommen und im Labor überprüft, und basierend auf den Ergebnissen dieser Analyse wird ein Laborbefund sowie eine Expertise mit entsprechendem Maßnahmenkatalog erstellt. Falls eine Kontamination vorliegt werden erforderliche Maßnahmen besprochen und umgesetzt. In fast allen Fällen kann man die Anlage durch Anpassung des Nutzerverhaltens in den Griff bekommen.

Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG

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