Sport bei Hitze: Körpersignale beachten und Pensum reduzieren

24.08.2009 | Hamburg
Sechs von zehn Sportlern trainieren am liebsten draußen in der Natur - auch bei hochsommerlichen Temperaturen. Das zeigt eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK). Und es ist kein Zufall, dass viele Sportler im Sommer so richtig in Schwung kommen: Die Sonne kurbelt den Kreislauf an und fördert die Produktion des Glückshormons Serotonin.

Doch obwohl Sport bei schönem Wetter am meisten Spaß macht, kann es bei starker Hitze und hohen Ozonwerten gefährlich sein.

"Alarmsignale wie Zittern, Schwäche, Übelkeit oder Gänsehaut sollten Sportler unbedingt beachten", rät Uwe-Folker Haase, Sportwissenschaftler bei der TK. Wer sich aber an ein paar einfache Regeln hält, kann auch bei höheren Temperaturen ungefährdet Sport treiben.

Wenn die Sonne brennt, sind Herz und Kreislauf mit der Abkühlung des Körpers beschäftigt und haben weniger Energie für sportliche Spitzenleistungen. Uwe-Folker Haase: "Weil das Herz bei Hitze schneller schlägt, ist es gerade im Sommer wichtig, den Trainingspuls im Auge zu behalten. Er sollte nicht höher sein als an kühlen Tagen." Dafür sollte man das Pensum etwas reduzieren, Pausen einlegen oder das Training auf die frühen Morgenstunden verlegen, wenn die Luft noch klar ist und Temperatur sowie Ozonwerte niedrig sind.

Wer nicht auf den Morgen oder schattige Plätze ausweichen kann, sollte besonders auf die richtige Kleidung achten. Atmungsaktive Funktionsshirts und -hosen leiten den Schweiß ab und lassen gleichzeitig Frischluft an die Haut. Dabei gilt: Je mehr Haut ein Sportler zeigt, desto mehr profitiert er von der Verdunstungskälte. "Körperstellen, die der Sonne besonders ausgesetzt sind, wie Nase, Arme oder Waden, sollte man jedoch mit einem schweißfesten Sonnenschutzmittel eincremen", so der Sportexperte. Daneben dürfen Sonnenbrille und Kopfbedeckung nicht fehlen.

Bei Hitze verlieren Sportler viel Flüssigkeit - bis zu zwei Liter pro Stunde. Ist der Wasserverlust zu groß, drohen Krämpfe und schlimmstenfalls sogar ein Hitzeschlag. "Grundsätzlich gilt: Wenn das Durstgefühl einsetzt, ist es bereits zu spät. Schon ein Wasserverlust von zwei Prozent des Körpergewichts reduziert die Leistungsfähigkeit deutlich, das Blut wird dicker und fließt langsamer. Dann muss das Herz stärker pumpen und der Puls steigt", erklärt Haase. Deshalb sollte man vor dem Training mindestens einen Viertelliter, währenddessen immer wieder einen Schluck zwischendurch und auch nach dem Sport noch einmal eine größere Menge trinken. Ideale Durstlöscher sind Wasser oder Apfelsaftschorle.

Quelle: Pressemeldung Techniker Krankenkasse

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