Sicher grillen: Gesundheitsgefährdende Grillsünden vermeiden
Grillen ist sehr beliebt, doch nicht ganz ungefährlich. Jährlich geschehen rund 3.000 Unfälle in Deutschland beim Grillen. Leichtsinn, ungeeignete Ausrüstung und unsichere Grills, ein trockener Untergrund und falsche Anzündmittel sind die häufigsten Unfallursachen. "Geeignete Grills tragen das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit", rät Michael Reitz von TÜV Rheinland, der dieses Prüfzeichen vergibt. Solche Modelle sind beispielsweise auch auf schiefem Untergrund stand- und wackelfest und weisen keine scharfen Ecken oder Kanten auf. Wer zudem auf eine gute Grillqualität Wert legt, orientiert sich am Q-Signet von TÜV Rheinland: Es garantiert eine gleichmäßige Hitzeverteilung, schnelle Grillbereitschaft, hohe Reinigungsfreundlichkeit und damit auch gesünderes Grillen.
Auch beim Grillen selbst, sollten einige Verhaltensregeln immer beachtet werden, um auf der sicheren Seite zu sein. So grillen die meisten klassisch mit Holzkohle, die aber zunächst gut angefeuert werden muss. Dabei dürfen keine Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin verwendet werden. Sonst besteht Verpuffungsgefahr. Außerdem beeinträchtigen gesundheitsschädigende Dämpfe den Geschmack des Grillguts. "Ungefährlicher und gesünder sind flüssige Spezial-Anzünder oder Anzündwürfel, die zwischen die aufgehäufte Kohle gesteckt werden", sagt der Experte. Den Grill wegen drohender Brandgefahr immer außer Reichweite von Markisen oder tiefhängenden Ästen aufstellen. Eine windgeschützte Ecke mindert den Funkenflug und die Gefahr von Stichflammen. Zudem wirbelt Wind Asche auf, die sich auf das Grillgut setzt, einen unangenehmen Geschmack erzeugt und ungesund ist.
Für ein gutes Grillergebnis kommt es zudem auf die richtige Temperatur an: Hat sich eine graue Ascheschicht auf der Kohle gebildet und kann man die Hand noch etwa drei Sekunden lang über den Rost halten, kann das Fleisch aufgelegt werden. Damit es nicht verbrennt, sorgt ein höhenverstellbarer Rost für den optimalen Abstand zur Kohle. Generell gilt: Finger weg von verkohltem Fleisch und Würstchen! Die dabei entstandenen Stoffe steigern deutlich das Krebsrisiko. "Aus gesundheitlichen Gründen ist es sinnvoll, Aluschalen oder eine Abtropfvorrichtung zu verwenden", rät Reitz. "Denn das verbrennende Fett erzeugt Rauch, der krebserregende Stoffe enthält." Ist der Grillabend beendet, am besten die Kohlen ausglühen lassen. Nicht mit Wasser ablöschen: Trifft es auf die heißen Kohlen, entsteht Dampf, der zu Verbrühungen führen kann.
Quelle: Pressemeldung TÜV Rheinland Holding Aktiengesellschaft
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