Primärprävention von Schlaganfällen bei Frauen verbessern

25.11.2009 | Berlin
Heute werden auf einem Fachsymposium die Ergebnisse des Forschungsprojektes "Primärprävention von Schlaganfällen bei Frauen" vorgestellt. Das Projekt wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Charité Berlin durchgeführt.

Ziel des mit mehr als 100.000 Euro finanzierten Forschungsprojekts war es, Schutz- und Risikofaktoren eines Schlaganfalls bei Frauen zu untersuchen und geschlechtsspezifische Präventionsansätze zu entwickeln.

Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als 150.000 Menschen erstmals einen Schlaganfall, 40 Prozent der Betroffenen sterben innerhalb eines Jahres. Frauen tragen ein höheres Schlaganfallrisiko als Männer. Ihr Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben, ist doppelt so hoch als das der Männer. Trotzdem werden Schlaganfälle, wie auch andere kardiovaskuläre Erkrankungen, noch als typische "Männererkrankungen" betrachtet.

Die Ergebnisse der seit November 2007 laufenden Untersuchung zeigen, dass der Wissensstand in der Bevölkerung über Risikofaktoren und Warnsignale eines Schlaganfalls unzureichend ist und verbessert werden muss. Zwar sind Frauen besser informiert als Männer, bei jüngeren Frauen und Frauen mit niedrigem Sozialstatus zeigen sich jedoch deutlich Wissensdefizite.

Im Rahmen des Projektes wurde ein Präventionsprogramm für medizinische Einrichtungen und für Maßnahmen der Krankenkassen entwickelt und erprobt, das als Präventionsprogramm für Frauen mit einem hohen Schlaganfallrisiko eingesetzt werden kann. So kann eine Änderung des Lebensstils das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, vermindern. Zu den bekannte Risikofaktoren zählen auch Zigarettenkonsum, übermäßiger Alkoholkonsum, Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Körperliche Aktivität ist insbesondere für Frauen ein Schutzfaktor.

Quelle: Pressemeldung Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

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