Patienten mit Diabetes haben besonders hohes Risiko für postoperative Wundinfektionen

15.11.2006 | Heidenheim
Klinische Studie aus Australien: Wundinfektionen nach kleineren chirurgischen Eingriffen können bei den betroffenen Patienten oft zu einer erheblichen Morbidität führen. Welche Risikofaktoren eine postoperative Infektion begünstigen, hat eine australische Studie untersucht. Die Lokation sowie die Indikation der Operation erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Wundinfektion. Auch Patienten mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko.

In ihrer Studie haben Dr. Clare Heal und ihre Kollegen von der James Cook Universität in Mackay, Australien, die Infektionsraten bei 857 Patienten untersucht, die sich in niedergelassenen Arztpraxen einem kleineren chirurgischen Eingriff unterziehen mussten (Medical Journal of Australia 2006; 185: 255-258). Bei 74 (8,6%) der operierten Patienten infizierte sich die Wunde nach der Operation. Dabei ermittelten die Mediziner mehrere Faktoren, die das Risiko für eine Wundinfektion signifikant beeinflussten. Zum einen waren Patienten mit Diabetes häufiger von einer Infektion betroffen (18,2% vs. 8,4%). Zudem zeigten Exzisionen am Unterschenkel und Fuß häufiger Anzeichen einer postoperativen Infektion. Auch die Indikation für den operativen Eingriff beeinflusste das Risiko. Patienten, denen Basalzell- und Plattenepithelkarzinome chirurgisch entfernt wurden, zeigten deutlich häufiger Symptome einer Wundinfektion.

"Unsere Ergebnisse konnten Hochrisikogruppen für Wundinfektionen bei anstehenden Operationen in Arztpraxen identifizieren", betonen die Autoren. Patienten, die an Diabetes leiden, sich Exzisionen nicht-melanozytärer Hauttumoren unterziehen müssen oder an den unteren Extremitäten operiert werden, sind dabei besonders gefährdet. "Bei diesen Patienten sollte überlegt werden, ob eine prophylaktische Antibiotikagabe sinnvoll sein könnte", empfehlen sie weiter. Aber auch andere, nicht-pharmakologische Interventionen, die postoperative Wundinfektionen verhindern können, seien in diesen Fällen indiziert.

Silberhaltige Wundauflagen verhindern Wundinfektionen Silberhaltige Wundauflagen haben sich zur Prophylaxe von Wundinfektionen bei Patienten bewährt, bei denen keine systemische Antibiotikatherapie indiziert, jedoch eine lokale antimikrobielle Behandlung sinnvoll ist. In der klinischen Praxis hat sich die Behandlung infizierter und infektionsgefährdeter Wunden mit der silberhaltigen Salbenkompresse Atrauman Ag der PAUL HARTMANN AG bewährt. Die Wundauflage verfügt über ein ausgezeichnetes Nutzen-Risiko-Verhältnis, da nur so viele Silberionen an die Wunde abgegeben werden, wie nötig sind, um Bakterien effektiv zu töten. Die Zytotoxizität ist sehr gering, die Verträglichkeit hat sich in mehreren klinischen Studien als sehr gut erwiesen.

Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG

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