Paradigmenwechsel bei der 3.0T MR-Bildgebung - Europa-Premiere beim diesjährigen Schnittbildsymposium am 22. Januar in Garmisch
Durch eine vollkommen neu entwickelte Form der MR-Bildgebung, die so genannte "MultiTransmit Technology" werden Radiofrequenz (RF)-Signale individuell an jeden Patienten angepasst und entsprechend gesendet. Dadurch erhält der Radiologe noch konsistentere Ergebnisse unabhängig von den unterschiedlichsten anatomischen Gegebenheiten der Patienten, und die Untersuchung wird bis zu 40 Prozent schneller.
Bei einer Kernspintomographie wird eine RF-Welle durch den Patienten gesendet. Durch die individuelle Anatomie eines jeden Patienen verteilt sich diese aber im Köper auf unterschiedliche Weise. Dadurch kann eine inhomogene Wellen-Verteilung im Körper entstehen, die zu Verschattungen auf den späteren Bildern führen kann (dielektrische Effekte). Mit der Multi Transmit-Technologie des neuen Tomographen werden nun erstmalig mehrere RF-Signale aus variierbaren Richtungen in verschiedenen Phasenlagen gesendet. Dadurch wird die RF-Welle homogen im Gewebe verteilt, Verschattungen werden vollständig aufgehoben und die Bilder erhalten höchste Homogenität. Bisher war die Homogenität der Bilder zurück zu führen auf viele aufwändige technologische Entwicklungen auf der Signal-Empfangsseite. " Endlich ist es uns gelungen die Lösung technisch an der Wurzel zu packen", erklärt Dr. Hannes Dahnke, Businessline Manager MR DACH, "durch das patientenadaptive Senden mehrerer Hochfrequenz-Signale - daher MultiTransmit - wird der Patient quasi perfekt "ausgeleuchtet"."
Ein weiterer besonderer Vorteil: es darf ab sofort mit höherer RF-Signalleistung gearbeitet werden; sie war bisher oft der limitierende Faktor für die Untersuchungsgeschwindigkeit. Die neue Sende-Technologie wirkt den stehenden Wellen im Körper entgegen und eventuell auftretende Wärmeentwicklung wird dadurch vollkommen vermieden. Das beschleunigt die Untersuchung maßgeblich.
"Durch diese Neuerungen ist der Achieva 3.0T TX bei Untersuchungen um bis zu 40 Prozent schneller geworden und das bei nachweislich noch besserer Bildqualität in allen Körperbereichen und deutlich größerer Konsistenz", unterstreicht Dahnke die Hauptvorteile des neuen Systems. "Das System ist daher universell einsetzbar, egal ob Abdomen, Schädel oder Herz." Durch diese, erstmalig von Philips entwickelte Technologie, festigt der Konzern seine Position als einer der Forschungs- und Entwicklungspioniere auf dem Gebiet der strahlenfreien Magnetresonanz-Tomographie.
Quelle: Pressemeldung Koninklijke Philips Electronics N.V.
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