Neues Selbstbewusstsein von der Leine

28.05.2010 | Hannover
Die Concordia Versicherungen mit Hauptsitz in Hannover an der Leine haben als einer der wenigen unabhängigen Gegenseitigkeitsversicherer in Deutschland im Jahr 2009 eines der besten Geschäftsjahre in der Unternehmensgeschichte abschließen können.

Nachdem in den letzten Jahren die Ergebnisse - trotz guter Erträge - von Beitragsverlusten gekennzeichnet waren, wurden 2009 alle gesteckten Ziele sowohl beim Wachstum und den Kosten als auch beim Ertrag erreicht.

Auf der Bilanzpressekonferenz dankte der Vorstandsvorsitzende Dr. Heiner Feldhaus, den bundesweit rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Concordia-Vertretern und allen Geschäftspartnern für die erbrachten Leistungen, die diesen Erfolg möglich gemacht haben.

Der Anspruch des neuen Markenauftritts "Concordia. Ein guter Grund", mit solider Bodenständigkeit, Zuverlässigkeit und Fleiß, als mittelgroßer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit im Markt erfolgreich sein zu können, hat das Selbstbewusstsein der Belegschaft und der Vertriebspartner im Jahr 2009 neu definiert.

Dies sei über die positiven Zahlen hinaus das wichtigste Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Dass Concordia-Kunden dieses Verhalten ihres Versicherungspartners schätzen und honorieren hat im Jahr 2009 eine Kundenbefragung des Marktforschungsinstituts Icon ergeben.

Bei den ermittelten Werten zur Kundenzufriedenheit und zur Kundenbindung hat die Concordia mit sehr guten Werten abgeschlossen.

Hatte in den vergangenen Jahren das marktweit schwierige Kraftfahrtgeschäft auch bei der Concordia die Beitragseinnahmen belastet, konnten die Stückzahlen in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung (KH) zum Jahreswechsel 2008/2009 auf ein Plus von 7.500 Verträge gesteigert werden - zum Jahreswechsel 2009/2010 kamen weitere 16.400 KH-Verträge hinzu.

Dieser positive Trend bei den Stückzahlen hält unverändert an. Die rückläufigen Beitragseinnahmen in der Kraftfahrtsparte gehören zumindest aus heutiger Sicht, so Dr. Feldhaus, der Vergangenheit an.

Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2010 zeigt beim gebuchten Beitrag in Kraftfahrt eine erfreuliche Tendenz, die zum Jahresende ein positives Vorzeichen bei den Beitragseinahmen erwarten lässt.

Aufgrund der positiven Entwicklung in den SHUK Sparten der Muttergesellschaft kommen die auch 2009 wieder deutlich über dem Marktdurchschnitt erzielten Ergebnisse der Tochtergesellschaften voll zur Geltung.

So blieben die Beitragseinnahmen der Concordia Muttergesellschaft in 2009 nahezu stabil und resultieren mit einem leichten Minus von nur 0,8 Prozent (Vj. minus 6,4 %).

Der Bruttobeitrag der Concordia Rechtsschutzversicherung stieg um 1,6 Prozent auf 81,1 Millionen Euro und liegt damit deutlich über dem Wachstumsdurchschnitt des Rechtsschutzmarktes, der in 2009 bei Null stagnierte. Bei den Stückzahlen konnte die Concordia Rechtsschutz um 2,2 Prozent (Vj. 1,6 %) erneut zulegen, auf nunmehr rund 408.000 Verträge.

Auch die Entwicklung der Concordia Lebensversicherung übertrifft den Wachstumstrend des Marktes deutlich. Die Steigerung bei den Einmalbeiträgen hat die positive Entwicklung gefördert, liegt aber mit einem Anteil von nur 16,1 Prozent der gesamten gebuchten Beiträge (GDV 24,1%) weiter unter dem Marktdurchschnitt.

Der Löwenanteil der gebuchten Beiträge kommt somit aus den laufenden Beitragszahlungen, sodass insgesamt mit 129,5 Millionen Euro (Vj. 120,5 Mio. Euro) eine Steigerung von 7,4 Prozent erreicht wurde (Markt 6,6%).

Der ökologische Lebensversicherer, die oeco capital Lebensversicherung AG (oeco capital) konnte die gebuchten Bruttobeiträge um 5,4 Prozent steigern und blieb mit 29,1 Millionen Euro (Vj. 27,6 Mio. Euro) etwas hinter den Erwartungen zurück.

Die Concordia Krankenversicherung ist auch im 20. Geschäftsjahr auf Wachstumskurs geblieben. Sowohl in der Vollkosten- als auch in der Zusatzversicherung konnte der Versichertenbestand ausgebaut werden. Die Steigerung der Beitragseinnahme von 2,0 Prozent (Vj. 9,7 %) liegt zwar unter dem Durchschnitt der Branche (Markt 3,8%), dabei ist aber zu beachten:

Zum 01. Januar 2009 wurde auf Beitragserhöhungen - zugunsten der Bestandskunden verzichtet.

Die Beitragssteigerungen stellen also einen echten Neuzugang dar, während in den Zahlen für den Gesamtmarkt auch Mehreinnahmen durch Beitragsanpassungen enthalten sind.

Die Brutto-Beitragseinnahmen stiegen somit auf 38,8 Millionen (Vj. 38,0 Millionen).

Die Aufwendungen für Schäden bzw. Leistungen an Concordia Kunden haben sich im Geschäftsjahr 2009 bei allen Gesellschaften der Unternehmensgruppe erhöht.

Bei der Muttergesellschaft (SHUK) stiegen die Schadenaufwendungen des Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Millionen Euro auf 265,4 Millionen Euro. Die Brutto-Schadenquote erhöhte sich entsprechend von 76,2 Prozent auf 78,5 Prozent.

Die Concordia Rechtsschutz wendete für Geschäftsjahresschäden 62,3 Millionen Euro auf. Das sind 10,2 Prozent mehr als 2008 und entspricht einer Brutto-Schadenquote von 76,9 Prozent (Vj. 71,3 %). Hier spielten vor allem Arbeitsrechtsstreitigkeiten eine prominente Rolle, was sicher der angespannten Wirtschaftssituation geschuldet ist.

In der Lebensversicherung erhöhten sich die Leistungen für Versicherungsfälle um 8,7 Prozent auf 95,4 Millionen Euro.

Die Krankenversicherung erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen in Höhe von 19,4 Millionen Euro (Vj. 16,6 Mio. Euro), was einer Steigerung von 16,9 Prozent entspricht.

Bei der vom PKV-Verband berechneten Schadenquote für Krankenversicherungen liegen wir aber mit 75,2 Prozent weiterhin deutlich unter dem Marktschnitt von 80,8 Prozent. Dies ist ein Indiz für den guten Versicherungsbestand.

Alle Gesellschaften schließen mit einem positiven Ergebnis nach Steuern ab.

Maßgeblich dazu beigetragen haben bei allen Gesellschaften die guten Kapitalanlageergebnisse. Die konservative Anlagepolitik hat sich hier in einem schwierigen Marktumfeld wiederum bewährt.

Das versicherungstechnische Netto-Ergebnis der Concordia Muttergesellschaft resultiert, auch unterstützt durch Entnahmen aus den Schwankungsrückstellungen, bei 5,8 Millionen Euro (Vj. 16,6 Mio. Euro).

Das Kapitalanlageergebnis entwickelte sich in einem freundlicheren Marktumfeld mit plus 17,9 Prozent deutlich positiv auf 29,8 Millionen Euro (Vj. 25,3 Mio. Euro).

Unter dem Strich weist die Concordia Versicherungsgesellschaft a.G. einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 9,2 Millionen Euro aus (Vj. 13,3 Mio. Euro) und liegt damit über dem Plan.

Das Ziel, die Eigenkapitalquote im Jahr 2009 erneut zu steigern, wurde erreicht. Sie stieg auf 48,5 Prozent (Vj: 44,9 %).

Die Concordia Lebensversicherungs- AG erwirtschaftete 2009 einen Rohüberschuss von 24,4 Millionen Euro (Vj. 20,0 Mio. Euro).

Auch hier sind die verbesserten Ergebnisse aus Kapitalanlagen eingeflossen, die von 39,2 Millionen Euro in 2008 auf 47,5 Millionen Euro in 2009 stiegen (Nettoverzinsung 2009: 4,2 %, Vj. 3,7 %).

Den für einen Lebensversicherer so wichtigen Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen (RfB) wurden rund 19,2 Millionen Euro zugeführt, eine Dotierung, die um 25,5 Prozent höher liegt als im Vorjahr

(15,3 Mio. Euro).

Die oeco capital erwirtschaftete 2009 einen Rohüberschuss von 3,6 Millionen Euro (Vj. 3,4 Mio. Euro). Beim Ergebnis der Kapitalanlagen wurden 9,5 Millionen Euro erzielt, nach 9,9 Millionen Euro im Jahr 2008. (Nettoverzinsung 2009: 4,3%,

Vj. 4,6 %).

Die Concordia Krankenversicherung konnte 2009 einen Rohüberschuss in Höhe von 5,56 Millionen Euro (Vj. 6,38 Mio. Euro) erzielen. Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich insgesamt von 4,3 Millionen Euro auf 5,5 Millionen Euro.

Die polnischen Tochtergesellschaften verzeichnen - wie bereits in den Vorjahren - auch 2009 ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

So weisen die polnischen Gesellschaften, zu denen ein Sach- und ein Lebensversicherer zählen, insgesamt einen Umsatzanstieg von rund 46,3 Prozent auf mittlerweile 55,7 Millionen Euro auf. Sie erreichen damit einen Anteil am Konzernumsatz von 8,25 Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende der Concordia Polska, Herr Piotr Narloch wurde im Jahr 2009 für seine erfolgreiche Arbeit von der führenden polnischen Versicherungszeitung (Gazeta Ubezpieczeniowa) zum Mann des Jahres 2009 in der polnischen Versicherungswirtschaft ausgezeichnet.

Zum Konzernergebnis:

Die Beitragseinnahmen stiegen im Konzern um 4,2 Prozent (rund 27,0 Mio. Euro) auf 672,0 Millionen Euro (644,8 Mio. Euro).

Die Combined Ratio brutto erhöhte sich im Konzern von 90,3 Prozent auf 95,2 Prozent, was auf die gestiegenen Schaden- bzw. Leistungsaufwendungen zurückzuführen ist.

Das (konsolidierte) Kapitalanlagenergebnis beträgt 99,4 Millionen Euro nach 84,9 Millionen Euro im Vorjahr. Die Nettoverzinsung stellte sich mit 4,2 Prozent nach 3,8 Prozent im Vorjahr ein.

Insgesamt ergibt sich ein (konsolidierter) Jahresüberschuss in Höhe von 10,4 Millionen Euro (13,0 Mio. Euro). In dieses Ergebnis eingeflossen sind bereits eine Reihe von Maßnahmen bei den einzelnen Gesellschaften, die damit zur Stärkung des Konzerns beitragen. Hierbei geht es zum Beispiel um Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen, Schadenrückstellungen in der Rechtsschutzversicherung sowie sonstige versicherungstechnische Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen.

Zur weiteren Entwicklung des Gesamtmarktes im Jahr 2010, geht der GDV insgesamt von einem leichten Wachstum aus. Deutlich positiv werden hier die Entwicklungen im Bereich der Krankenversicherung (+5,0 %) gesehen.

In der Schaden/Unfallversicherung wird insgesamt eine Stagnation der Beiträge auf Vorjahresniveau, also eine ähnliche Entwicklung wie 2009 erwartet.

In der Lebensversicherung werden leichte Verluste erwartet.

Die Concordia geht für die Muttergesellschaft für das Jahr 2010 von einem leicht über dem Markt liegenden Wachstum von 1,6 Prozent aus (Kraftfahrt: +0,8%).

Die Concordia Rechtsschutz-versicherung wird erneut deutlich über dem Marktdurchschnitt wachsen (+3,5%).

Im Bereich der Lebensversicherungen wird vor allem die oeco capital (+1,7 %) den Marktdurchschnitt beim Wachstum übertreffen.

Die Concordia Krankenversicherung wird mit einem Beitragswachstum von rund 6,4 Prozent dem guten Markttrend folgen und sich ebenfalls über dem Markt entwickeln.

Die polnischen Tochtergesellschaften werden erneut mit einer hohen zweistelligen Entwicklung zu einem gesunden Wachstum des Concordia Konzerns beitragen.

Quelle: Pressemeldung Concordia Lebensversicherungs-AG

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