Krankenpfleger sind in Bayern am häufigsten krank

27.07.2010 | Hannover
Sie sorgen sich oft mühevoll Tag und Nacht in den Krankenhäusern um Patienten. die Krankenpfleger. Doch dieses soziale Engagement belastet offenbar die Gesundheit. Laut Daten der KKH-Allianz sind Krankenpfleger in Bayern im ersten Halbjahr 2010 am häufigsten krank gewesen. Sie blieben an rund 13 Tagen ihrem Job fern.

Einen ähnlich hohen Trend verzeichnen auch Sozialarbeiter mit rund elf Krankheitstagen, Fleischer und Pförtner mit durchschnittlich zehn Fehltagen sowie Lagerarbeiter und Telefonisten mit neun Tagen im ersten Halbjahr. Am wenigsten blieben in Bayern Naturwissenschaftler sowie Elektroingenieure ihrer Arbeit fern. Sie fehlten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 lediglich an einem Tag, knapp gefolgt von Maschinenbauingenieuren und Publizisten mit zwei Krankheitstagen sowie Architekten und Wirtschaftsprüfern mit drei Tagen Fehlzeit.

Statistisch gesehen fehlten die Bayern im ersten Halbjahr 2010 mit durchschnittlich sechs Krankentagen im Bundesvergleich jedoch am seltensten. Deutschlandweit blieb im ersten Halbjahr 2010 jeder Arbeitnehmer an rund acht Tagen seinem Job fern. Am häufigsten waren die Angestellten in Berlin mit zehn Tagen krank.

Häufigste Ursache für Krankmeldungen in Bayern waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (23,2 Prozent) wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle oder Arthrose. Auch Krankheiten des Atmungssystems wie Asthma wirkten sich auf die Fehlzeit der Arbeitnehmer aus (13,3 Prozent). Ebenso spielen psychische Erkrankungen bei Arbeitnehmern in Bayern eine große Rolle (13,1 Prozent).

Dass die Gesundheit in Unternehmen einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt, spiegelt sich auch in einer von der KKH-Allianz in Auftrag gegebenen Umfrage wider. Das Meinungsforschungsinstitut IFA hat dafür 504 Unternehmen in ganz Deutschland befragt. Dabei kam heraus, dass für 87 Prozent der Firmen die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig ist, damit die Arbeitskraft langfristig erhalten bleibt. Etwa 60 Prozent der befragten Firmen sehen im Erhalt und der Förderung der Gesundheit einen hohen Stellenwert. Hier setzt auch ein neues Konzept der KKH-Allianz zur Reduzierung des Krankenstands in Deutschland an. Durch kostenlose firmenspezifische Angebote wie etwa Arbeitsunfähigkeitsanalysen für Betriebe sowie Mitarbeiterbefragungen sollen Probleme erkannt und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Dadurch beabsichtigt die KKH-Allianz, in den kommenden Jahren den Krankenstand in Firmen bzw. in den jeweiligen Berufsgruppen erheblich zu senken

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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