Kosteneffektive Behandlung von Alzheimer-Demenz mit Aricept

29.06.2009 | Frankfurt
Ergebnisse einer neuen Studie beim DGGPP Kongress vorgestellt.

Aktuelle Modellierungsstudie zeigt für Deutschland: Donepezil ist äußerst kosteneffektiv in der Behandlung der Alzheimer-Demenz

Frankfurt am Main, Juni 2009 - Eine Modellierungsstudie1 für Deutschland zur Überprüfung der Kosteneffektivität von Donepezil in der Behandlung von Alzheimer-Demenz zeigt: Der Einsatz von Donepezil ist bei der Behandlung von Patienten mit Alzheimer-Demenz in Deutschland äußerst kosteneffektiv, und zwar kosteneffektiver als keine medikamentöse Behandlung. Unter der Betrachtung der moderaten Alzheimer-Demenz ist die Behandlung mit Donepezil auch kosteneffektiver als die Behandlung mit Memantin. So können durch die Therapie mit Donepezil nicht nur deutliche Behandlungseffekte sondern auch erhebliche Einsparungen erzielt werden. Die Studie und ihre Ergebnisse wurden nun im Rahmen des Symposiums "Offensiv gegen Alzheimer" der Unternehmen Eisai und Pfizer während des IX. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in Berlin präsentiert.

In Deutschland leiden gegenwärtig mehr als 600.000 Menschen an einer Alzheimer-Demenz (AD).2 Durch die steigende Lebenserwartung in Deutschland wird diese Zahl in den nächsten Jahren stark ansteigen. Dies geht leider nicht mit einer adäquaten Versorgungssituation einher. Bisher erschienene gesundheitsökonomische Studien haben das Voranschreiten der Alzheimer-Demenz meist allein auf Basis kognitiver Fähigkeiten, einer einzigen globalen Messgröße oder der Verschlechterung bis zur vollständigen Pflegebedürftigkeit modelliert. Wichtige Parameter wurden dabei jedoch oft vernachlässigt. So zeigt sich in der Praxis, dass insbesondere Verhaltensauffälligkeiten und alltagspraktische Fähigkeiten mindestens ebenso relevant sind wie die Kognition, um das Voranschreiten der Erkrankung zu beurteilen.

Nun wurde in der Modellierungsstudie für Deutschland eine Simulation mit der Kombination von korrelierenden Werten kognitiver Veränderungen (Mini Mental State Examination: MMSE), dem Verhalten (Neuropsychiatric Inventory: NPI) und alltagspraktischen Fähigkeiten (Activities of Daily Living: ADL, Instrumental Activities of Daily Living IADL), durchgeführt, um das Voranschreiten der Krankheit zu schätzen und den entsprechenden Einfluss auf die dadurch entstehenden Kosten und die Lebensqualität der Patienten und pflegenden Angehörigen abzubilden. Mit einer Modellierung auf Basis individueller Patienten wurde die Kosteneffektivität von Donepezil versus Memantin bzw. keiner medikamentösen Behandlung in Deutschland berechnet. So ermöglicht es der Ansatz der Modellierungsstudie durch die Berücksichtigung einer Kombination von verschiedenen Betrachtungsparametern, die begrenzte Aussagekraft bisheriger gesundheitsökonomischer Studien zu überwinden.

Donepezil gegenüber keiner medikamentösen Behandlung überlegen

Die Modellierungsstudie zeigt eine deutliche Überlegenheit von Donepezil in der Therapie von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz (MMSE 10-26) gegenüber keiner medikamentösen Behandlung. Für Patienten mit moderater bis einschließlich mittelschwerer Alzheimer-Demenz (MMSE 10-19) dominiert Donepezil gegenüber der Behandlung mit Memantin.

Unter dem Kostenaspekt, zeigt sich ein klares Einsparungspotenzial durch die Behandlung mit Donepezil. Über die Dauer der Studie konnten durch die Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz (MMSE ≥10-≤26) mit Donepezil im Vergleich zu keiner medikamentösen Behandlung mittlere Kosteneinsparungen pro Patient in Höhe von 6.994 Euro aus der Sozialversicherungs-Perspektive (GKV/PKV) bzw. 9.827 Euro aus der gesamtgesellschaftlichen Perspektive erzielt werden. Gleichzeitig wurden 0,128 qualitätskorrigierte Lebensjahre (Quality adjusted life year: QALY) pro Patient und 0,014 QALYs pro Pflegeperson gewonnen. Bei Patienten mit moderater einschließlich mittelschwerer Alzheimer-Demenz (MMSE 10-19) ist Donepezil ebenfalls dominant gegenüber keiner medikamentösen Behandlung. Im Vergleich mit Memantin können immer noch signifikante Einsparungen in Höhe von 1.760 Euro aus Sozialversicherungs- und 2.567 Euro aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive erzielt werden. Für Patienten, die mit Donepezil behandelt werden, ergibt sich gegenüber einer Behandlung mit Memantin ein QALY-Gewinn von 0,012. In univariaten Sensitivitätsanalysen blieb Donepezil in beiden Patientengruppen dominant bei der Variation zahlreicher Parameter, unter anderem bei der Reduzierung des Behandlungseffekts, des Effekts des Krankheitsschweregrads auf Pflegezeit und Patientennutzen sowie der Pflegekosten um jeweils 25 Prozent und bei der Betrachtung über einen Zeithorizont von nur fünf statt zehn Jahren.

1 Autoren: Susanne Hartz: United BioSource Corporation, London UK; Denis Getsios, Sunning Tao: United BioSource Corporation, Bethesda, MD USA; Grant Maclaine: Eisai Europe Limited, London UK.

2 Vgl.: Mahlberg 2005, BMG 2009.

Herausgeber:

Eisai GmbH, Frankfurt; Pfizer Pharma GmbH, Berlin

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Tel. +49 (0) 69 / 69 5008-21I Fax +49 (0) 69 / 69 5008-71 I ms(at)wefra.de

Quelle: Pressemeldung Eisai GmbH

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