"Iss oder stirb!": Projekt gegen Essstörungen bei Jugendlichen

26.01.2009 | Wolfsburg
Start des Projektes "Iss oder stirb!" gegen Essstörungen bei Jugendlichen Provokantes Gemeinschaftsprojekt in der Region Wolfsburg klärt auf und informiert

Die Stadt Wolfsburg und der SI Club Wolfsburg initiieren gemeinsam mit der Deutschen BKK, Dialog e.V. und dem Tanzenden Theater Wolfsburg ein außergewöhnliches Projekt zur Prävention von Essstörungen mit dem provokanten Titel "Iss oder stirb!". Neben einem Fachtag am Klinikum der Stadt mit herausragenden Referenten sprechen die Organisatoren die Öffentlichkeit auf bislang ungewöhnliche Weise durch ein Theaterstück mit jugendlichen Darstellern an. Mit dem "Tanzenden Theater Wolfsburg" steht ein innovatives Ensemble als Partner zur Verfügung.

70 Milliarden Euro jährlich kostet die Behandlung von Essstörungen im Gesundheitswesen - viele der Betroffenen bezahlen mit schweren gesundheitlichen Schäden oder sogar mit dem Tod. In Deutschland sind circa 37 Mio. Erwachsene und ca. 2 Mio. Kinder und Jugendliche übergewichtig. Jedes fünfte Kind/jeder fünfte Jugendliche zeigt Zeichen von Essstörungen (Anorexia, Bulimia, Adipositas). Tendenz steigend. Die Bundesregierung hat den Ernst der Lage erkannt und zum Handeln aufgerufen (www.ble.de).

Bereits 2007 hatte der SI Club Wolfsburg das Schulprojekt "Prävention von Essstörungen" für die 7. Klassen in Wolfsburger Schulen angestoßen und die Pilotphase an der Integrierten Gesamtschule Wolfsburg gesponsert. Nach erfolgreichen Ergebnissen finanzierte die Stadt Wolfsburg die Umsetzung in allen 7. Klassen. 16 Multiplikatoren wurden dafür geschult, um gemeinsam mit den Lehrkräften Ess-Störungen vorzubeugen, zu erkennen und damit umzugehen. Der Wolfsburger Beratungsverein Dialog e.V. arbeitete an der inhaltlichen Umsetzung mit, der Durchführung und organisierte den reibungslosen Ablauf. Die inhaltliche Konzeption wurde von Dr. Kathrin Beyer, ServiceCenterBeratung, entwickelt.

"Wir freuen uns, dass wir weiter an dem Thema arbeiten und auf dem jetzt eingeschlagenen Weg auf lokaler Ebene neben der Jugend auch einen großen Kreis Interessierter aus der Fachwelt und der Politik ansprechen können", freut sich Carola Kirsch, Leiterin des städtischen Geschäftsbereichs Jugend. "Der Verein Dialog e.V. wird uns dabei in bewährter Weise unterstützen."

Als neuer Partner konnte die Deutsche BKK gewonnen werden, die sich bereits seit drei Jahren im Präventionsprogramm "Gesund von klein auf" in Wolfsburger Kindertagesstätten engagiert. Am 4. Juni 2009 veranstaltet die Deutsche BKK in Kooperation mit dem Klinikum der Stadt Wolfsburg einen Fachkongress für Fachkräfte des Gesundheitswesens, Mediziner, Betroffene und deren Angehörige. "Nur aktuell informierte Experten können gute Prävention leisten", so Achim Kolanoski, Vorstandsvorsitzender der Deutschen BKK.

Quelle: Pressemeldung Deutsche BKK

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