Gesundheitsversorgung von morgen: Siemens vernetzt niederländisches Medizin-Zentrum

23.02.2009 | München
Fortschrittliche Informations- und Kommunikations-Technologie für das Krankenhaus des 21. Jahrhunderts: Siemens implementiert moderne Lösungen im Orbis Medical Center in den Niederlanden. Der Auftrag umfasst die Digitalisierung des Posteingangs, das Identitäts- und Zugangsmanagement einschließlich Smartcards, die Integration von Terminals am Patientenbett, Arbeitsplatzvirtualisierung, IP-Netzwerke und IP-Telefonie.

Zum Orbis Medical Center gehört das Maasland Hospital, neun Pflege- und Versorgungszentren, Psychiatrie, Pflegedienst und ein Hospiz.

Der Orbis Medisch en Zorgconcern entwickelte ein integriertes Konzept für die Gesundheits- und Altersversorgung. Hierzu wurden alle Arbeits-, Behandlungs- und Pflegeprozesse neu definiert. Dieses Konzept zieht eine darauf abgestimmte IT-Landschaft nach sich, die von Siemens IT Solutions and Services integrierte wurde: "Dank der angepassten IKT-Architektur sind wir nun in der Lage komplexe Gesundheitsprozesse noch gezielter auf den Patienten auszurichten. Dies gewährleistet eine bessere Gesundheitsversorgung und spart sogar Kosten", sagt Cees Sterk, Mitglied des Vorstandes beim Orbis medical healthcare Konzern.

Ein papierloses Krankenhaus beginnt beim Posteingang

Bisher wurde die Geschäftspost im Krankenhaus mehrmals täglich per Postbus transportiert und verteilt. Dies ändert sich mit der Einführung von DocMA, einem maßgeschneiderten System für Dokumentenmanagement und -archivierung. Der Einsatz von DocMA vereinfacht die Abwicklung des gesamten Schriftverkehrs und angrenzender Arbeitsabläufe. Eingehende Briefe werden von den Postmitarbeitern digital erfasst und an den Empfänger gesendet. Insbesondere bei intern verschickten Unterlagen werden bis zu 60 Prozent der Hauspost eingespart. Müssen Mitarbeiter die Geschäftpost bearbeiten, werden die entsprechenden Aufgaben mit einem Link auf dem Dokument kenntlich gemacht und elektronisch weitergereicht. Zusätzlich ermöglicht die von Siemens IT Solutions and Services installierte Lösung eine revisionssichere und ISO-Norm-gerechte Dokumentation und Archivierung. Dies ist vor allem bei Prüfprotokollen oder Handbüchern zu medizinischen Geräten sowie Arbeitsanweisungen von Bedeutung. Dabei steht immer der aktuelle Bearbeitungsstand zur Verfügung. Bei MS-Office-Dokumenten können mehrere Nutzer gemeinsam an der Erstellung arbeiten, wobei sichergestellt ist, dass es sich dabei stets um die neueste Version handelt. DocMA beschleunigt und steuert Prozesse unter Sicherstellung der Integrität und Aktualität der Dokumente und fördert die Effizienz bei reduziertem Kostenaufwand.

Verlässliche Zugriffskontrollen und mehr Sicherheit durch Identity und Access Management

Jeder Mitarbeiter erhält eine sogenannte Smartcard. Sie ist Teil des Identity und Access Managements und ein mulifunktionaler Schlüssel für vielfältige Sicherheitsanwendungen. Für das Krankenhaus bedeutet die Gesamtlösung eine erhöhte Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit sowie die revisionssichere Einhaltung von Datenschutzrichtlinien. Ohne umständliche Eingabe von Kennung und Passwort hat das Personal sicheren Zugriff auf Daten, Anwendungen und Dienste, wie beispielsweise die Elektronischen Patientenakte. Dabei wird zunächst das Klinikpersonal über die Smartcard identifiziert. Je nach Rechtevergabe erhält die Person dann den Zugriff auf genau die Ressourcen, für die sie berechtigt ist. Zusätzlich regelt das System den Zutritt zu Gebäuden und Räumen, da der Zugang zur Intensivstation, zu Laboren oder Röntgenräumen nur bestimmten Personen vorbehalten ist. Eindeutige Identifikation, zentrale Administration und automatische Rechtevergabe steigern Produktivität und Sicherheit. Gleichzeitig senken sie Fehlerquoten und Administrationskosten.

Terminals am Krankenbett mit Anschluss an das Informationssystem des Krankenhauses

Siemens IT Solutions and Services schließt ein so genanntes Bedside-Terminal an bestehende IT-Systeme an. Das Terminal fungiert als Steuerungszentrale für den Patienten. Vom Bett aus kann er darüber das Licht und den Fernseher bedienen, den Alarm auslösen, sich ins Internet einwählen und sich einen Überblick über seine medizinischen Daten verschaffen. Angeschlossen an das Informationssystem des Krankenhauses, ermöglicht das Bedside-Terminal Ärzten oder Pflegepersonal Befunde und wichtige Daten über den Patienten am Krankenbett abzurufen und sofort zu dokumentieren. Schnellere Prozesse sorgen für eine bessere Patientenbetreuung.

Das Orbis Medical Center veranschaulicht die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Der moderne Krankenhauskomplex setzt auf IKT-Lösungen, die medizinische Prozesse sinnvoll vereinfachen.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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