"Gesellschaft funktioniert nicht ohne Gemeinschaft"

04.12.2008 | München
5. Dezember ist Tag des Ehrenamts: Der Allianz Manager Dr. Olaf Tidelski und die Nachhaltigkeits-Expertin Dr. Marie-Luise Meinhold setzen sich für soziale Projekte ein - ganz privat in ihrer Freizeit. Aber auch ihr Arbeitgeber weiß um den Wert des bürgerschaftlichen Engagements.

5. Dezember ist "Tag des Ehrenamtes" - weltweit. Schon vor über 20 Jahren haben die Vereinten Nationen den Gedenktag fest in ihrer Agenda verankert. In feierlichem Ambiente verleiht der Bundespräsident zu diesem Datum die Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Und auch an der Basis ist einiges los: 23 Millionen Menschen, fast jeder Dritte der über 14-Jährigen, hat hierzulande ein Ehrenamt inne (Quelle: Bundesregierung).

Gemeinsam etwas angehen: Ob privat oder im Kollegenkreis - ohne ehrenamtliches Engagement wären wir über kurz oder lang aufgeschmissen.

Dabei geht es um mehr als nur um Streicheleinheiten für's eigene Gewissen. Ohne freiwillige Unterstützer würde gerade in wichtigen Bereichen wie der Gesundheitsversorgung, der Katastrophenhilfe und -prävention oder der gesellschaftlichen Integration vieles nicht funktionieren. Und wer sich schon einmal mit der Problematik des demographischen Wandels auseinandergesetzt hat, ahnt, dass künftig eine immer geringere Zahl potenzieller Helfer immer größere Herausforderungen schultern muss. Für eine "Verantwortungsgesellschaft" plädiert da die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Nachhaltig(keit) fördern

"Gesellschaft funktioniert nicht ohne Gemeinschaft", sagt auch Dr. Olaf Tidelski. Bei der Allianz Privaten Krankenversicherung verantwortet er das Leistungs- und Gesundheitsmanagament. Gemeinsam mit Dr. Marie-Luise Meinhold, die sich im Konzern mit dem Thema Klimawandel und entsprechenden innovativen Versicherungslösungen beschäftigt, steht er ehrenamtlich der vor zwei Jahren gegründeten "Stiftung Nachhaltiges Leben" vor.

Die private, unabhängige Initiative verfolgt das Ziel, andere "Social Entrepeneurs" bei der Durchführung gemeinnütziger Projekte zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei die sogenannten "Milleniumsziele", die die Vereinten Nationen im Jahr 2000 definiert haben und zu denen die Themenkomplexe Armutsbekämpfung, Bildungs- sowie Gesundheitsförderung und Umweltschutz gehören. Die Stifter haben nun bereits Wirtschaftsstudenten in Seminaren an der Münchner Universität für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert, Nachhilfe für benachteiligte Kinder im Münchner Stadtteil Hasenbergl organisiert und lokale Hilfsprojekte in Indien und Niger unterstützt.

Sozial verantwortliches Unternehmertum

Neben den privaten Initiatoren treten mittlerweile auch immer häufiger Unternehmen als "Mitbürger" beziehungsweise Mittler auf, die Rahmenbedingungen für soziales Engagement schaffen. So hat die Allianz den Stellenwert der "Corporate Responsibility", der unternehmerischen Verantwortung, schon seit längerem erkannt. Und sie reduziert ihre Mitwirkung an gesellschaftlichen Prozessen nicht allein auf die Rolle eines potenten Geldgebers, sondern steuert aktiv im Hause vorhandenes Know-How bei.

Der Zukunftsforscher Professor Markku Wilenius, der die Geschäftsführung der Allianz in strategischen Fragen berät, erklärt: "Wenn wir als Unternehmen Probleme erkennen, müssen wir auch Anteil an deren Lösung nehmen." Ein Beispiel: Immer mehr Kinder und Jugendliche in den Industrienationen leiden unter Ess-Störungen. Als Krankenversicherer kennt die Allianz nicht nur die entsprechenden Statistiken, sondern sie weiß auch um die gefährlichen Folgen von Übergewicht oder Magersucht. Und greift deshalb aktiv ein: Mit ihren "Smart Food statt Fast Food"-Workshops, in denen Schülern vermittelt wird, was gesunde Ernährung ausmacht.

Dr. Olaf Tidelski: "Nicht bis zur Rente warten, um tätig zu werden".

Gutes tun - aber sicher!

Wie kommt man aber nun eigentlich dazu, sich selber zu engagieren? "Uns war gewiss nicht langweilig", lacht der Stifungs-Gründer Tidelski, "denn wir sind beide beruflich stark eingebunden. Aber wir wollten nicht bis zur Rente warten, um tätig zu werden." Meinhold ergänzt: "Genau darin liegt auch unsere Stärke: Einerseits bringen wir bereits aus dem Job einiges Wissen und Kontakte zu Themen wie nachhaltigem Wirtschaften, Gesundheitspolitik oder Klimaschutz mit. Und andererseits gehen wir betriebswirtschaftlich an die ganze Sache heran, wägen immer Einsatz und Nutzen ab. Dieser ökonomische Ansatz wird bei sozialen Projekten oft vernachlässigt".

Verständlich, dass sich engagierte Ehrenamtliche nicht mit zuviel "Papierkram" aufhalten wollen - eine wichtige Frage sollte allerdings vor jeder Aktion geklärt sein: Wie sind die Helfer abgesichert, falls im Rahmen ihrer Tätigkeit mal etwas schief geht? Vor allem die Gremiumsmitglieder oder Sprecher von Vereinen, Stiftungen oder sogenannten Non Profit Organisationen stehen schnell im Kreuzfeuer und müssen im schlimmsten Fall sogar mit ihrem Privatvermögen haften. Die Allianz bietet sowohl in der Personen- und Sachversicherung als auch der Vermögensschadenhaftpflicht maßgeschneiderte Lösungen. (mehr zum Thema: siehe Link "Hilfe für Helfer").

Quelle: Pressemeldung Allianz SE

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