Gärtner sind in Berlin am häufigsten krank

27.07.2010 | Hannover
Berlin, 27. Juli 2010 - Ihm haben wir bunt gestaltete Blumenbeete, eine ordentlich geschnittene Hecke oder einen gepflegten Rasen in den Parkanlagen zu verdanken: Die Rede ist vom Gärtner. Doch dieser eng mit der Natur verbundene Beruf belastet offenbar die Gesundheit. Laut Daten der KKH-Allianz sind Gärtner in Berlin im ersten Halbjahr 2010 am häufigsten krank gewesen. Sie blieben an rund 21 Tagen ihrem Job fern.

Einen ähnlich hohen Trend verzeichnen auch Telefonisten und Krankenpfleger mit durchschnittlich 16 Fehltagen sowie Sozialarbeiter und Raumreiniger mit 14 Tagen im ersten Halbjahr. Am wenigsten blieben in Berlin Geisteswissenschaftler ihrer Arbeit fern. Sie fehlten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 lediglich an zwei Tagen, gefolgt von Friseuren mit fünf Krankheitstagen sowie leitenden Verwaltungsfachangestellten und Unternehmensberatern mit sechs Tagen Fehlzeit.

Statistisch gesehen fehlten die Berliner Arbeitnehmer im ersten Halbjahr 2010 mit durchschnittlich zehn Krankentagen im Bundesvergleich am häufigsten. Deutschlandweit blieb im ersten Halbjahr 2010 jeder Arbeitnehmer an rund acht Tagen seinem Job fern. Am seltensten fehlten die Bayern und Baden-Württemberger. Sie waren im ersten Halbjahr 2010 lediglich an sechs Tagen krank.

Häufigste Ursache für Krankmeldungen in Berlin waren Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (22,6 Prozent) wie zum Beispiel Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle oder Arthrose. Auch Krankheiten des Atmungssystems wie Asthma wirkten sich auf die Fehlzeit der Arbeitnehmer aus (16,2 Prozent). Ebenso spielen psychische Erkrankungen bei Arbeitnehmern in Berlin eine große Rolle (14,1 Prozent).

Dass die Gesundheit in Unternehmen einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt, spiegelt sich auch in einer von der KKH-Allianz in Auftrag gegebenen Umfrage wider. Das Meinungsforschungsinstitut IFA hat dafür 504 Unternehmen in ganz Deutschland befragt. Das Ergebnis: Für 87 Prozent der Firmen ist die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig, damit die Arbeitskraft langfristig erhalten bleibt. Etwa 60 Prozent der befragten Firmen sehen im Erhalt und der Förderung der Gesundheit einen hohen Stellenwert. Hier setzt auch ein neues Konzept der KKH-Allianz zur Reduzierung des Krankenstands in Deutschland an. Durch kostenlose firmenspezifische Angebote wie etwa Arbeitsunfähigkeitsanalysen für Betriebe sowie Mitarbeiterbefragungen sollen Probleme erkannt und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Dadurch beabsichtigt die KKH-Allianz, in den kommenden Jahren den Krankenstand in Firmen bzw. in den jeweiligen Berufsgruppen erheblich zu senken

Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz

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