Dringender Appell an die Ministerpräsidenten
Da sich "bei der von Bundesgesundheitsministerin Schmidt angestrebten Aut-idem-Regel im Rahmen des Arzneimittel-Ausgabenbegrenzungsgesetzes ausschließlich Risiken und Nebenwirkungen ergeben werden", hat Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, in gleichlautenden Schreiben an die Ministerpräsidenten der Bundesländer den dringenden Appell erhoben, bei den Beratungen im Bundesrat zu diesem Gesetzesvorhaben der Aut-idem-Regel die Zustimmung zu verweigern.
Bei den anstehenden Beratungen am 1. Februar 2002 sollten sich die Ministerpräsidenten vor Augen halten, so der Hartmannbund-Vorsitzende, dass die Aut-idem-Regel
* keinerlei Ersparnis bringen wird, sondern vielmehr zusätzlich zu Wettbewerbsverzerrungen im Arzneimittelmarkt führen wird,
* in unzumutbarer Art und Weise den bürokratischen Aufwand der Krankenkassen erhöht und
* nicht zuletzt auf unverantwortliche Art und Weise gerade bei den chronisch Kranken zu großer Unsicherheit und damit einhergehender Irritation bei der Compliance führen wird.
"Fatal" wäre es nach Ansicht des Hartmannbund-Vorsitzenden, wenn sich der Bundesrat in diesem Zusammenhang als Instrument missbrauchen ließe, einen fragwürdigen, in keiner Weise effizienten Gesetzesentwurf passieren zu lassen - "und das nur, um möglicherweise der Bundesregierung zu helfen, auf dem von ihr sträflichst vernachlässigten Feld der Gesundheitspolitik das Gesicht zu wahren."
Quelle: Pressemeldung Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.
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