Dr. Wolfgang Kaske tritt in den Ruhestand

22.12.1997 | Köln
Am 31. Dezember 1997 tritt Dr. Wolfgang Kaske (66), Vorstandsvorsitzender der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Aachen, in den Ruhestand.

Unter seiner Führung konnte die Aachener und Münchener Gruppe (AM-Gruppe) ihre Marktstellung überproportional ausbauen und entwickelte sich zu einem der größten deutschen Versicherungskonzerne. Nachdem Dr. Kaske im August 1992 den Vorstandsvorsitz der AMB, der Holdinggesellschaft des AM-Konzerns, übernommen hatte, wurde forciert die Positionierung der Gruppe als Privatkundenversicherer betrieben. Ein wichtiger Schritt hierzu war der Erwerb einer qualifizierten Mehrheitsbeteiligung an der Volksfürsorge Holding.

Mit dem Ziel der Fokussierung auf den Kernbereich der unternehmerischen Tätigkeit wurde das Beteiligungsportefeuille darüber hinaus in einigen Bereichen gestrafft und dort ausgebaut, wo es strategisch sinnvoll war.

Im Jahr 1996 wurde ein Strukturprojekt begonnen, dessen Ziel es war, die Wettbewerbsfähigkeit des AM-Konzerns durch eine engere Zusammenarbeit der Gruppengesellschaften weiter zu stärken. Auf Betreiben von Dr. Kaske schritt die Umsetzung der Maßnahmen zügig voran, so daß die wichtigsten Projekte bereits realisiert werden konnten und die Integration der AM-Gruppe in den Innendienst-Bereichen weit fortgeschritten ist.

Um die Strukturmaßnamen schnellstmöglich vorantreiben zu können, wurden - über den mit der Thuringia bereits seit vielen Jahren bestehenden Beherrschungsvertrag hinaus - weitere Beherrschungsverträge mit allen Versicherungsunternehmen des Konzerns geschlossen. Ferner erfolgte im Oktober 1997 die Fusion der AM Konzernrückversicherung auf die AMB.

Alle strategischen Entscheidungen wurden mit dem Ziel des Ausbaus der Marktposition und Verbesserung des Shareholder Value getroffen. Die Erfolge spiegeln sich deutlich im Geschäftsverlauf der letzten Jahre wider. Seit Ende 1991 konnte das Umsatzvolumen des Konzerns von DM 8,8 Mrd. auf voraussichtlich DM 20,5 Mrd. in 1997 mehr als verdoppelt werden. Eine ebenso gute Entwicklung nahm auch der Konzernjahresüberschuß, der nach den ersten Hochrechnungen 1997 den Vorjahreswert von DM 343,4 Mio. um mehr als 10 % überschreiten dürfte. Dr. Kaske hat nahezu seine gesamte unternehmerische Schaffenskraft in die Dienste des AM-Konzerns gestellt. Nach dem Jurastudium und Promotion war Dr. Kaske kurze Zeit als Rechtsanwalt in einer Kölner Anwaltssozietät tätig, bevor er 1961 die Leitung der Rechtsabteilung der CENTRAL KRANKENVERSICHERUNG AG und ihrer damaligen 100prozentigen Tochtergesellschaft, der Bonner Lebensversicherung AG, übernahm. Bereits 1967 wurde Dr. Kaske in den Vorstand der Gesellschaft berufen. Von 1984 bis zum Jahresbeginn 1989 stand er als Vorstandsvorsitzender an deren Spitze. Nachdem er im Januar 1989 den Vorstandsvorsitz der Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherung AG und Volksfürsorge Deutsche Sachversicherung AG, Hamburg, übernommen hatte, erfolgte die Zusammenfassung der Gesellschaften unter dem gemeinsamen Dach einer Holding und wenig später die Börseneinführung.

Während dieser Zeit stellte Dr. Kaske sein Wissen und seine Erfahrung auch in die Dienste der Versicherungswirtschaft, als Mitglied des Präsidialausschusses und als Vorsitzender des Rechtsausschusses des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. sowie als Mitglied des Hauptausschusses des Verbandes der Lebensversicherungs-Unternehmen e.V.

Die Nachfolge von Dr. Kaske wird am 1. Januar 1998 Dr. Hans Jäger (56) antreten, der gegenwärtig den Vorstandsvorsitz der zur AM-Gruppe gehörenden Volksfürsorge-Gesellschaften innehat. Dr. Jäger war nach dem Mathematikstudium und der Promotion von 1970 bis 1976 in einer leitenden Funktion bei der Bayerischen Hypothekenbank, München, tätig. Er wechselte anschließend als Vorstandsmitglied zur Agrippina-Versicherung AG, Köln. Im Jahr 1980 wurde er zum Vorstand der Colonia Lebensversicherung AG, Köln, bestellt. Ab 1991 war Dr. Jäger Vorsitzender der Vorstände der Colonia Lebensversicherung und der Colonia Versicherung, bevor er 1994 den Vorstandsvorsitz der Volksfürsorge-Gesellschaften übernahm.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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