DEUTSCHE BKK investiert in Betreuung von Sterbenskranken

23.10.2008 | Wolfsburg
Pilotprojekt in Gifhorn praktiziert spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Die DEUTSCHE BKK investiert in die Betreuung von unheilbar kranken Menschen: In der niedersächsischen Region Gifhorn werden schwerstkranke Versicherte bis zu ihrem Tod zu Hause medizinisch versorgt und gepflegt. Ein Team aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften des Gifhorner Palliativ- und Hospiz-Netzes e.V. ermöglicht eine respektvolle, individuelle Betreuung - bei Bedarf rund um die Uhr.

Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) macht es schwerkranken Menschen möglich, zu Hause zu sterben. Ziel ist eine schmerzlindernde und vor allem individuelle Behandlung. Menschliche Zuwendung und seelische Unterstützung während der noch verbleibenden Lebenszeit sind zentrale Elemente der Versorgung.

Die DEUTSCHE BKK hat die Notwendigkeit dieser Hilfe erkannt und im Juli 2008 gemeinsam mit dem Gifhorner Palliativ- und Hospiz-Netz e.V. ein Projekt gestartet, das todkranke Versicherte im Raum Gifhorn ambulant begleitet. Der Hausarzt entscheidet, ob sein Patient diese ambulante Versorgung benötigt und verordnet die Behandlung. Wann immer erforderlich, wird er bei der Betreuung von einem der neun palliativmedizinisch fortgebildeten Mediziner des Netzes unterstützt, die 24 Stunden erreichbar sind. So auch 20 geschulte Pflegekräfte, die darüber hinaus für eine individuelle Betreuung sorgen. Die ambulante Palliativmedizin greift zudem auch den Familien während der Erkrankung des Patienten und in der Trauerphase unter die Arme. Deutschlands größte Betriebskrankenkasse investiert für eine Behandlung von circa acht Wochen zwischen 1.000 und 3.000 Euro pro Versichertem.

"In unserer alternden Gesellschaft wird die Pflege todkranker Menschen immer mehr zur gemeinsamen Aufgabe. Dieses Pilotprojekt ist speziell auf die Betreuung in der ländlichen Region zugeschnitten, alle beteiligten Mediziner und Pflegekräfte arbeiten Hand in Hand. Das Projekt lief zuvor bereits vorwiegend ehrenamtlich. Aus dieser Erfahrung erwarten wir, dass pro Jahr bis zu 100 Versicherte diese Versorgung nutzen werden", so Dr. Thorsten Heberlein, beratender Arzt bei der DEUTSCHEN BKK.

Quelle: Pressemeldung Deutsche BKK

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