CENTRAL weiter mit expandierender Wachstumsentwicklung
Durch das im Vergleich zur Branche weit überdurchschnittliche Wachstum konnte sich die Gesellschaft in der Reihenfolge der größten deutschen Krankenversicherungen vom sechsten auf den vierten Platz verbessern. Der Marktanteil der CENTRAL wurde von 4,9% auf voraussichtlich 5,1% ausgebaut.
Neugeschäftsboom
Im Berichtsjahr konnte die CENTRAL ihr Neugeschäft, das bereits im Vorjahr auf einem sehr hohen Niveau gelegen hatte, um 20% steigern. Die Produktion wurde etwa je zur Hälfte von der CENTRAL-Organisation und von den Organisationen der Gruppengesellschaften erbracht. Alle Vertriebswege konnten 1997 deutliche Steigerungen ihrer Produktion realisieren. Besonders hohe Zuwächse erzielte mit über 40% die Deutsche Vermögensberatung. Auf sie entfiel mehr als ein Drittel der Gesamtproduktion.
Erstmals über eine Million Versicherte
Erstmals in der Geschichte der CENTRAL überschritt die Zahl der Versicherten im Sommer des vergangenen Jahres die Millionengrenze. Insgesamt ist die Zahl der versicherten natürlichen Personen 1997 um rund 159.000 auf 1.143.307 (984.778) gestiegen. Von dem Gesamtzugang sind 25.000 ehemalige Versicherte der SAVAG Saarbrücker Krankenversicherungs-AG, die im Rahmen einer Unternehmensfusion im September 1997 in der CENTRAL aufgegangen ist. Die Gesellschaft konnte 1997 knapp 22.000 neue Vollversicherte gewinnen (darunter knapp 2.500 Vollversicherte der SAVAG). Damit ist es der CENTRAL gelungen, in ihrem wichtigsten Geschäftsfeld einen Zuwachs von 7,15% zu realisieren. Im Bereich der Zusatzversicherung war im Berichtsjahr ein regelrechter Absatzboom zu beobachten. Die Zahl der Versicherten in den CENTRAL-Zusatztarifen konnte gegenüber dem Bestand im Vorjahr um mehr als ein Fünftel auf über 815.000 Personen erhöht werden.
Starker Anstieg der Versicherungsleistungen für Arzthonorare
Im stationären Bereich war 1997 ein im Vergleich zu den Prämieneinnahmen stark überproportionaler Anstieg von 11,8% zu beobachten. Die moderate Kostenentwicklung, die im Gefolge der zum 1. Januar 1996 in Kraft getretenen Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in diesem Bereich zu beobachten war (-4,6%), ist nur eine vorübergehende Erscheinung geblieben. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Schadenzahlungen für ambulante Arztbehandlung zu erkennen, die im Berichtsjahr um 11% zugenommen haben und damit um die Hälfte stärker angestiegen waren als 1996. Diese Daten weisen darauf hin, daß es auf seiten der Leistungserbringer Tendenzen gibt, die durch die Gesundheitsreformgesetze verursachten Einnahmeausfälle durch die Vergrößerung des Privatpraxisanteils, d.h. auf dem Wege der Privatliquidation, zu kompensieren. Insgesamt sind die Leistungsaufwendungen (einschließlich der Regulierungsaufwendungen) im Berichtsjahr um 13% auf 1.145 Mio. DM (1.013 Mio. DM) gestiegen.
Rückstellung für Beitragsrückerstattung deutlich erhöht
Der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wurden im vergangenen Geschäftsjahr 73 Mio. DM (21 Mio. DM) zugeführt. Nach einer Entnahme von 2 Mio. DM (13 Mio. DM) waren in der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung zum Bilanzstichtag 141 Mio. DM (25 Mio. DM) eingestellt. Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden 121 Mio. DM (196 Mio. DM) zugeführt. Dieser Zuführung steht eine Entnahme von 44 Mio. DM (173 Mio. DM) gegenüber, die wie die Entnahme aus der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung im wesentlichen zur Limitierung von Prämienanpassungen verwendet wurde. Die im Vergleich zum Referenzwert des Vorjahres niedrige Entnahme des Berichtsjahres ist darauf zurückzuführen, daß 1997 weder in der Krankheitskostenvollversicherung noch in der stationären Zusatzversicherung nennenswerte Prämienanpassungen wirksam geworden sind. Die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung stieg von 278 Mio. DM auf 322 Mio. DM. Insgesamt waren in der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zum Bilanzstichtag nahezu eine halbe Milliarde DM (463 Mio. DM; 1996: 303 Mio. DM) eingestellt.
Alterungsrückstellung um 20% erhöht
Die CENTRAL führte der Alterungsrückstellung im Berichtsjahr 422 Mio. DM (461 Mio. DM) zu. Damit erhöhte sich diese Rückstellung von 2.490 Mio. DM auf 2.990 Mio. DM. Die Gesamtaufwendungen (Aufwendungen für Versicherungsfälle einschließlich der Zuführungen zu den versicherungstechnischen Rückstellungen abzüglich der Einmalbeiträge) stiegen im vergangenen Geschäftsjahr um 11,8% auf 1.705 Mio. DM (1.525 Mio. DM).
Nettoverzinsung auf 8,0% erhöht
Der Bestand an Kapitalanlagen ist um 22% auf 4.080 Mio. DM (3.344 Mio. DM) gewachsen. Bedingt durch die erhöhte Anteilsquote an Aktien und Investmentfonds und die freundliche Entwicklung des deutschen Aktienmarkes konnten die außerordentlichen Erträge aus Kapitalanlagen im Vergleich zum Vorjahreswert um 105% auf 75 Mio. DM (36 Mio. DM) gesteigert werden. Die Gesamterträge aus Kapitalanlagen wurden um 29% auf 322 Mio. DM erhöht. Die Nettoverzinsung, die bereits im vergangenen Geschäftsjahr deutlich von 6,9% auf 7,6% gesteigert wurde, konnte 1997 erneut erhöht werden und beträgt nun 8,0%.
CENTRAL schafft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze
Die Zahl der hauptberuflichen Mitarbeiter und Vertriebspartner ist im Berichtsjahr um mehr als 100 auf 2.250 angewachsen. Auch 1998 wird die CENTRAL weitere Mitarbeiter einstellen. In Anbetracht des auch im ersten Quartal 1998 lebhaften Geschäftswachstums wird die Gesellschaft bis zum Ende des Jahres voraussichtlich rund 150 weitere Stellen schaffen. Zusätzlich werden neue Ausbildungsplätze für Versicherungs- und Bürokaufleute eingerichtet.
Eigenkapitalbasis verstärkt
Nach Dotierung der Rückstellungen und nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuß von 42 Mio. DM (40 Mio. DM), von denen 21 Mio. DM (18 Mio. DM) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden, so daß das Geschäftsjahr mit einem Bilanzgewinn von 21 Mio. DM (22 Mio. DM) schließt. Die Hauptversammlung hat folgende Verwendung des Bilanzgewinns beschlossen: 15 DM Dividende je 50,- DM des am 31. Dezember 1997 voll eingezahlten gezeichneten Kapitals von 42 Mio. DM sowie Einstellung von 8,4 Mio. DM in die anderen Gewinnrücklagen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
Dieser Beitrag wurde bisher 91 mal gelesen.
(Rang 304 auf krankenversicherungen-news24.de)
Weitere News
Chirurgie-Intensivkurs für Ingenieure
05.04.2012 | Um die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Konzepte in der Chirurgie zu beschleunigen und...
weiter in Chirurgie-Intensivkurs für ...Nach S&P bestätigt auch Fitch die Rating-Ergebnisse der Gothaer
11.11.2011 | Fitch Ratings hat gestern Abend das "A"-Rating für die Gothaer Allgemeine Versicherung AG und die Gothaer...
weiter in Nach S&P bestätigt auch Fitch die ...Neue blend a dent Super Haftcremes Complete: Jetzt dreimal so gut
10.11.2011 | Was schon "Super" war, ist seit August nun noch besser: Die neueste Generation der bewährten Super-Haftcremes...
weiter in Neue blend a dent Super Haftcremes ...Kassen wollen Onkologie- Pauschalen kürzen
07.11.2011 | BDI Niedersachsen gegen rigiden Sparkurs
weiter in Kassen wollen Onkologie- ...Neuartige Magnetresonanz-Technologie gibt genauere Einblicke in die Struktur der Materie
27.10.2011 | DFG fördert drei DNP-NMR-Geräte für die Lebens- und Materialwissenschaften
weiter in Neuartige ...Aktuelles
Welche Arten von Rentenversicherungen sind sinnvoll?
Private Rentenvorsorge ist heute wichtiger denn je. Bereits...
weiter ...Einheitliche internationale Lebensmittel- Standards für Bekämpfung von Unterernährung bei Kindern
Codex-Komitee für Ernährung und diätetische Lebensmittel...
weiter ...Neuigkeiten
Chirurgie- Intensivkurs für Ingenieure
Um die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer...
weiter ...Nach S&P bestätigt auch Fitch die Rating- Ergebnisse der Gothaer
Fitch Ratings hat gestern Abend das "A"-Rating für die...
weiter ...Weitere Themen
Dr. Nikolaus Rauber in Bundesvorstand gewählt
Die Delegierten des Verbandes der niedergelassenen Ärzte...
weiter ...Top gestylt durch die kalte Jahreszeit mit Beinen in Bestform
Fashion-Blogger kreieren Herbst-Look für Gillette...
weiter ...Archiv
Das Handy als Thermometer, Blutdruck- und Blutzuckermesser
Smartphones können bei Therapie und Gesundheitschecks helfen...
weiter ...Belegärzte: Der 20 %ige Abschlag bei der Honorararztregelung muss weg!
Die Vergütungssituation der internistisch tätigen Belegärzte...
weiter ...Verschiedenes
Zedernholzsohle gegen Fußgeruch
Zedernholz besitzt die Eigenschaft, dass es im geschnittenen...
weiter ...DFG fördert acht neue Sonderforschungsbereiche
Themen von Nachhaltigkeit in der Fertigungstechnik bis zum...
weiter ...
