Blutspenden - ein lebensrettender Dienst

13.08.2010 | Bielefeld
Blut ist ein wertvolles Gut: Es ermöglicht Leben und kann schwerstkranken und -verletzten Patienten bei der Gesundung helfen. Mit dem medizinischen Fortschritt, dem vermehrten Durchführen von Operationen und Transplantationen steigt der Bedarf an Blutkonserven stetig an. Blut jedoch kann nur vom Körper selbst gebildet werden und ist lediglich begrenzt haltbar. Die Blutspende ist somit ein lebensrettender Dienst. sogar für den Spender selbst.

Selbst heute, in einem Zeitalter höchster technologischer Errungenschaften und stetiger medizinischer Fortschritte ist es noch nicht gelungen, Blut künstlich herzustellen. Die Körperflüssigkeit jedoch hält die Funktion des Körpergewebes mittels verschiedenster Transports- und Verknüpfungsfunktionen aufrecht. Blut besitzt zudem eine Abwehrfunktion, hat hinsichtlich der Wärmeregulierung eine große Bedeutung und unterstützt die Atmung. Ohne das sogenannte flüssige Organ wäre das Herz-Kreislauf-System arbeitsunfähig und somit kein Überleben möglich. Blutarmut und Blutverlust sowie die Verunreinigung des Blutes haben somit verheerende Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Da Unfälle und Krankheiten täglich auftreten, sind jeden Tag unzählige Menschen, darunter vor allem Krebspatienten aber auch Menschen mit Erkrankungen des Herzens, des Magen-Darm-Bereichs sowie Unfallverletzte, auf die Blutspende ihrer Mitmenschen angewiesen. Das Blutspenden ist somit ein unschätzbarer Dienst für die Gesellschaft.

Mögliche Blutspender profitieren

Jeder erwachsene Mensch zwischen 18 und 68 Jahren ist in der Lage Blut zu spenden. Personen, die unter einem Eisenmangel leiden, kürzlich eine Schutzimpfung erhalten oder sich ein Piercing oder Tattoo stechen lassen haben, sind jedoch ebenso wie Schwangere vom Blutspendedienst ausgeschlossen. Um gesundheitliche Risiken für Spender sowie Empfänger ausschließen zu können, führen Experten zudem vor der Erstspende eine umfangreiche Voruntersuchung und vor jeder weiteren Spende einen kurzen Eignungstest durch. Kommt es schließlich zur Blutspende, profitieren auch die Spendenden selbst von ihrer Bereitschaft: Experten untersuchen das Spenderblut und führen umfangreiche Gesundheitschecks durch: Die Mediziner ermitteln die Leberwerte und überprüfen ob Krankheiten wie Leberentzündungen oder eine HIV-Infektion vorliegen. Zudem führen sie einen Test auf unterschiedliche Antikörper durch. Alle zwei Jahre finden besonders umfangreiche Kontrollen statt. Liegen Auffälligkeiten vor, erhält der Spender umgehend eine Benachrichtigung.

Der Vorteil einer Blutspende liegt für den Spendenden somit in der regelmäßigen Kontrolle seiner eigenen Gesundheit sowie in der Gewissheit, einem kranken Menschen geholfen zu haben. Zwischen zwei Blutspenden müssen Spender jedoch 12 Wochen Mindestabstand einhalten.

Quelle: Pressemeldung Betriebskrankenkasse (BKK) Dr. Oetker

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