Best Ager fühlen sich als Verlierer der Gesundheitsreform

28.07.2009 | Köln
Die wachsende Gruppe der sogenannten Best Ager ist von der Gesundheitsreform enttäuscht. Dies ergab eine von der Central Kranken-versicherung in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungs-forschungsinstituts TNS Emnid. So sehen 73 Prozent der 50- bis 59-Jährigen ihre Erwartungen in Bezug auf die Gesundheitsreform nicht als erfüllt an. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es mit gerade mal 40 Prozent deutlich weniger Unzufriedene.

Dabei ist gerade im Wahljahr die Bedeutung der Gesundheitspolitik insbesondere bei älteren Menschen nicht zu unterschätzen: Fast zwei Drittel (63 Prozent) der über 60-Jährigen geben an, dass die Gesundheitspolitik bei ihrer Wahlentscheidung eine Rolle spiele. Bei den unter 30-Jährigen liegt dieser Anteil demgegenüber nur bei 47 Prozent.

Laut der Umfrage sind zudem mehr als die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) der Meinung, dass die zum Teil teuer erkauften Neuerungen gerade jenen am wenigsten genutzt haben, die das Gesundheitssystem eigentlich in Anspruch nehmen - den Patienten. Auch hier sind die 50- bis 59-Jährigen besonders kritisch: Fast zwei Drittel (61 Prozent) sehen die Patienten als "Verlierer" der Gesundheitsreform und damit zum größten Teil sich selbst.

Die letzte Gesundheitsreform hat schrittweise zahlreiche Neuerungen wie den Gesundheitsfonds, die allgemeine Versicherungspflicht oder den Basistarif gebracht. "Für die breite Bevölkerung am deutlichsten zu spüren sind jedoch die höheren finanziellen Belastungen durch den jetzt einheitlichen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen und die fortwährende schleichende Rationierung medizinischer Leistungen", erläutert Dr. Karin Koert-Lehmann, Pressesprecherin der Central Krankenversicherung. So verwundert es nicht, dass insgesamt 81 Prozent der 1.000 Befragten eine weitere Reform als notwendig erachten.

Quelle: Pressemeldung Central Krankenversicherung AG

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