Berliner nehmen durchschnittlich zwei Arzneipackungen
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Kosten in Berlin um 7,2 Prozent gestiegen.
Die Ärzte haben im ersten Quartal 2010 fast fünf Millionen Arzneimittelpackungen verordnet. Rund 360.000 Medikamentenpackungen wurden allein in Berlin in öffentlichen Apotheken abgegeben. Durchschnittlich bekam jeder bei der KKH-Allianz versicherte Berliner in diesen drei Monaten zwei Medikamentenpackungen.
Bei der Verordnung von günstigeren Nachahmerprodukten, den so genannten Generika, sind die Ärzte im Bundesland Berlin noch etwas zögerlich. Der Generika-Anteil am generikafähigen Markt (Generika und patentfreie Originalpräparate) lag im ersten Quartal unter 88 Prozent. Patienten müssen keine Nachteile durch den Austausch eines patentfreien Originalpräparates durch ein günstigeres Generikum befürchten: Wirkstoffstärke und Packungsgröße bleiben gleich.
Dass vor allem die patentgeschützten Originale deutlich teurer sind als Generika-Präparate, belegt ein Vergleich der durchschnittlichen Packungskosten im ersten Quartal 2010. In Berlin lag der Durchschnittspreis für ein patentgeschütztes Originalpräparat beispielsweise um ein siebenfaches über dem Preis für ein Generikum.
Die Preise für patentgeschützte Originalpräparate sind allein im ersten Quartal in Berlin um 18 Prozent gestiegen. Angesichts dieser Preisentwicklung sehen Experten ein Preismoratorium wie es im Arzneimittelsparpaket beschlossen wurde, als eine wichtige Maßnahme an, um einem weiteren Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken.
Quelle: Pressemeldung KKH-Allianz
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