BIG hält niedrigen Beitragssatz

08.12.2004 | Dortmund
Mit nur 13,1 Prozent bleibt die BIG auch 2005 eine der preiswertesten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands

So der Beschluss des BIG-Verwaltungsrats, der zu dieser wichtigen Haushaltsentscheidung erstmals in Berlin zusammen kam. Damit hält die BIG auch im dritten Jahr in Folge ihren Beitragssatz konstant einen Prozentpunkt unter dem Durchschnitt der Gesetzlichen Krankenversicherung. Mit dieser guten Meldung eröffnete die BIG in Anwesenheit des Präsidenten des Bundesversicherungsamtes, Dr. Rainer Daubenbüchel, offiziell ihre Berliner Repräsentanz.

"Die BIG ist eine der wenigen Wachstumskassen ohne finanzielle Probleme", so Daubenbüchel, der der Einladung der BIG nach Berlin gerne gefolgt war. Die BIG sei ein gutes Beispiel für gesundes Wachstum und vorausschauende Beitragssatzpolitik. "Damit habe die BIG ihren Versicherten einen verlässlichen Beitragssatz sichern können."

"Die Reform wirkt - aber sie wirkt unterschiedlich", so Frank Neumann, Vorstand der BIG. Obwohl die Einführung der Praxisgebühr und Zuzahlungserhöhungen zu leicht sinkenden Ausgaben führten, blieben die erheblichen Belastungen durch den Risikostrukturausgleich (RSA) unberührt. "Hier gab es für uns keinerlei Einsparungen". Im Gegenteil: Die Verknüpfung der Behandlungsprogramme für chronisch Kranke mit dem RSA habe für zusätzliche Ausgaben gesorgt. Trotzdem ist die BIG, dank einer soliden Finanzierung, seit ihrer Gründung 1996 schuldenfrei. "Das belegt einmal mehr die Wirksamkeit unseres Konzepts Direktkrankenkasse", so Neumann.

Doch der RSA bleibt Verwaltungsrat und Vorstand ein Dorn im Auge. Alle Forderungen nach mehr Transparenz in dem Finanztransfer unter den Kassen - zuletzt eingefordert durch den Wissenschaftlichen Beirat im Bundesministerium der Finanzen - verhallen ungehört. Der Verwaltungsrat der BIG sprach sich in dem Zusammenhang gegen jedwede Ausweitung dieses Instrumentes aus. "Ein Sozialausgleich in der GKV ist notwendig", so die Verwaltungsratsvorsitzende Mareice Rüschmeier, "aber dieser Ausgleich wird durch die zusätzlich Einführung "morbiditätsorientierter" Faktoren weiter aufgebläht, statt zurück geführt".

In der gesamten GKV betrug das gesamte Transfervolumen 15,8 Mrd. Euro. Bei der BIG musste der RSA-Anteil im Haushaltsplan 2005 weiterhin mit rund 50 Prozent der Gesamtausgaben veranschlagt werden.

Kritisch äußerte sich der Verwaltungsrat auch zur aktuellen Debatte um gesetzlich verordnete Beitragsatzsenkungen. "Natürlich wird die BIG zum 01.07.2005 die Absenkung um 0,9 % Punkte vornehmen", so Dr. Volker J. Geers, Vorsitzender der Arbeitgeberseite im Verwaltungsrat. "Aber mit solchen dirigistischen Eingriffen wird das Prinzip der Selbstverwaltung ausgehebelt." Ohnehin sei der Spielraum für die Tätigkeit als Verwaltungsrat sehr eng begrenzt, in jedem Fall aber gehören Beitragssatzentscheidungen in die Verantwortung der jeweiligen Kasse. Nur der Wettbewerb um die Versicherten senkt Kosten und ermöglicht so günstige Beitragssätze.

Mit der Verwaltungsratssitzung in Berlin eröffnete die BIG zugleich auch ihre Repräsentanz in der Hauptstadt. "Mit diesem Büro unterstreichen wir unsere Präsenz auf Bundesebene, erschließen neue Marktpotenziale und stärken die aus unserer Sicht dringend notwendige Interessenvertretung der Versicherten gegenüber der Politik", so der Vorstand.

Quelle: Pressemeldung BundesInnungskrankenkasse Gesundheit, kurz: BIG direkt gesund

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