AOK Baden-Württemberg und Roche Pharma AG schließen Arzneimittelvertrag

06.06.2008 | Mannheim
Um vor allem die Therapie von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen zu optimieren, schließen die AOK Baden-Württemberg und Roche Pharma AG einen Vertrag.

Um vor allem die Therapie von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen zu optimieren, schließen die AOK Baden-Württemberg und Roche Pharma AG einen Vertrag: Er soll die breite Versorgung mit zwei optional einzusetzenden Medikamenten unterstützen, die für die lebensnotwendige Bildung von roten Blutkörperchen verantwortlich sind: dem kurzwirksamen NeoRecormon® und dem langwirksamen MIRCERA® für ein verlässliches und modernes Management einer krankheitsbedingten Anämie (Blutarmut). Mit NeoRecormon® ist eine bewährte Therapie für Anämiepatienten sowohl in der Nephrologie (bei Dialyse) als auch in der Onkologie (nach Chemotherapie) verfügbar. Das erst vor wenigen Monaten in Deutschland eingeführte MIRCERA® ermöglicht dagegen erstmalig eine innovative Behandlung aller Patienten mit renaler Anämie bei monatlicher Gabe des Wirkstoffs. Die AOK Baden-Württemberg unterstützt mit dieser für die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland bisher einmaligen Vereinbarung die zeitgemäße und wirtschaftliche Versorgung ihrer Versicherten. Ab sofort profitieren alle Versicherten der AOK von einer modernen und flexiblen Anämietherapie aus einer Hand. Für die AOK Baden-Württemberg sind damit Einsparungen in Millionenhöhe pro Jahr möglich. Dr. Hermann, stv. Vorstandsvorsitzender der AOK Baden Württemberg teilte dazu mit: „Mit dieser Kooperation können wir die Arzneimittelversorgung im Bereich der Anämie-Therapie für AOK-versicherte Patienten auf sichere und wirtschaftliche Beine stellen. Die möglichen Einsparungen in den nächsten beiden Jahren können wir gut für weitere, fortschrittliche Patientenversorgung, wie zum Beispiel neue Diagnostik- und Therapieverfahren, gebrauchen." Dr. Hagen Pfundner, Vorstand der Roche Pharma AG, unterstreicht: „Roche hat sich sehr bewusst zu diesem Schritt entschieden, weil sowohl Patienten wie Ärzten Sicherheit in der Behandlung der chronischen Niereninsuffizienz gewährleistet wird. Gleichzeitig bringt der Vertrag der Roche Pharma AG sowie der AOK Baden-Württemberg, finanzielle Vorteile" und er fügt an: „Es ist unser erklärtes Ziel als wirtschaftlich ausgerichtetes Unternehmen den Absatz unserer innovativen Medikamente sicherzustellen. Mit diesem Vertrag tun wir dies für alle potentiellen Patienten der AOK Baden-Württemberg." Die AOK Baden-Württemberg versichert 3,7 Millionen Menschen und zahlt fast 9,8 Milliarden Euro pro Jahr an Leistungen in der Kranken- und Pflegeversicherung. Die Ausgaben der AOK Baden-Württemberg für Arzneimittel betragen jährlich rund 1,5 Milliarden Euro. Davon wendet die AOK Baden-Württemberg für patentgeschützte Medikamente mehr als die Hälfte auf - bei einem Gesamt-Verordnungsanteil von nur 20%.

Quelle: Pressemeldung Roche Deutschland Holding GmbH

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