AM-Konzern verzeichnet 1997 überdurchschnittlichen Geschäftsverlauf

17.06.1998 | Köln
Für 1998 weitere Ergebnissteigerung erwartet. Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstandsvorsitzende der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Aachen, Dr. Hans Jäger mit dem Geschäftsverlauf des AM-Konzerns im abgelaufenen Jahr. Wie er in der Bilanzpressekonferenz betonte, habe das vergangene Geschäftsjahr erneut bestätigt, daß die AM-Gruppe auf dem richtigen Weg sei.

Der Gesamtumsatz (bereinigt um die Beiträge aus den veräußerten spanischen Tochtergesellschaften) nahm überdurchschnittlich um 3,4 % auf DM 20,6 Mrd. zu. Hiervon entfielen DM 17,5 Mrd. auf Versicherungsbeiträge und DM 3,1 Mrd. auf den Bruttogeldeingang der Bausparkasse. Alle Geschäftsbereiche entwickelten sich besser als der Durchschnitt des Marktes.

Das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellungen stieg auf einen Gewinn von DM 290,3 Mio. (Vorjahr: DM 284,7 Mio.). Aus dem konsolidierten Kapitalanlagebestand (inkl. Baudarlehen, Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung und liquide Mittel) von DM 89,7 Mrd. (Vorjahr: DM 82,3 Mrd.) wurden Kapitalerträge von insgesamt DM 6,4 Mrd. erzielt, dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 12,8 %.

Der Konzernjahresüberschuß nahm vor Steuern auf DM 741,7 Mio. und nach Steuern um 17,2 % auf DM 402,4 Mio. zu. Gleichzeitig erhöhte sich die Eigenkapitalrendite nochmals auf nun 16,7 %. Als Folge der positiven Geschäftsentwicklung stieg auch das geprüfte DVFA-Ergebnis je 5 DM-Aktie überproportional um 17,6 % auf DM 8,35 gegenüber DM 7,10 im Vorjahr. Angesichts der guten Entwicklung wird der für den 17. Juli 1998 anberaumten Hauptversammlung der AMB vorgeschlagen, die Dividende nochmals um 0,10 DM auf DM 1,70 je 5 DM-Aktie zu erhöhen. Damit nehmen die Aktionäre zum fünften Mal in Folge an den Ergebnisverbesserungen teil.

Wie Dr. Jäger weiter ausführte, verzeichnete der AM-Konzern bei seinen Bestrebungen, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und die Kostenstrukturen zu verbessern, weitere Erfolge. Alle eingeleiteten unternehmensinternen und gesellschaftsübergreifenden Maßnahmen schritten planmäßig voran. Mit dem Abschluß

von Beherrschungsverträgen wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, um alle derzeitigen und künftigen Aktivitäten zur engeren Zusammenarbeit im Konzern umsetzen zu können. Darüber hinaus wurde die AM Konzernrückversicherung AG im Rahmen der vorgenannten Strukturmaßnahmen auf die AMB verschmolzen.

Zur Abfindung der Aktionäre der verschmolzenen Gesellschaft und als Folge der Beherrschungsverträge wurde das Grundkapital der AMB bis zum 31. Dezember 1997 auf DM 258,1 Mio. erhöht. Die jungen Aktien wurden zu einem Nennwert von DM 5 ausgegeben, die bestehenden Aktien inzwischen auf den gleichen Nennwert umgestellt. Hierdurch erhöht sich die Fungibilität der AMB-Aktie erheblich. Mit Blick auf den EURO soll der anstehenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden, die Aktien insgesamt auf Stückaktien umzustellen.

Geschäftsjahr 1998

Zu Beginn dieses Jahres hat die italienische Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, eine der führenden europäischen Versicherungsgruppen, im Rahmen der Übernahme der AGF durch die Allianz Optionen erworben, die sie berechtigen, die Mehrheit am Aktienkapital der AMB zu übernehmen. Nach Ablauf der Optionsfrist am 29. Mai 1998 war die Generali bereits im Besitz von 54,61 % des AMB-Grundkapitals. Am 5. Juni 1998 unterbreitete sie darüber hinaus ein öffentliches Übernahmeangebot für die noch am Aktienmarkt befindlichen AMB-Aktien zu einem Preis von DM 210 je 5 DM-Aktie. Die Übernahmefrist endet am 3. Juli 1998.

In den vergangenen Monaten wurde ein Kooperationsvertrag erarbeitet, der die Einzelheiten des künftigen Verhältnisses der AM-Gruppe und der Generali-Gruppe zueinander regelt. Danach ist sichergestellt, daß die AMB innerhalb des Generali-Konzerns unter Beibehaltung ihrer Strukturen eigenständig agieren und ihre erfolgreiche Geschäftspolitik fortsetzen kann. Ebenso ist es das erklärte Ziel, daß die AMB auch künftig einer der führenden deutschen Börsenwerte mit einem hohen Anteil freier Aktionäre bleiben wird.

Dr. Jäger ergänzte, die AMB begrüße den Eintritt der Generali als Mehrheitsaktionär. Durch diese Verbindung werde die Position der AM-Gruppe als drittgrößte deutsche Erstversicherungsgruppe deutlich gestärkt und eröffneten sich neue Entwicklungsmöglichkeiten und Marktchancen, sei es im Industriegeschäft, im Assistance-Bereich oder im Asset-Management für Dritte oder im Fondsgeschäft.

Für das Geschäftsjahr 1998 rechnet die AM-Gruppe erneut mit einer überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung in allen Geschäftsbereichen. Unter der Voraussetzung, daß sich der Schadenverlauf nicht gravierend verschlechtert und die Finanzmärkte in weiterhin stabiler Verfassung bleiben, wird sich das Konzernergebnis erneut erhöhen.

In den ersten 4 Monaten des Geschäftsjahres 1998 knüpfte die AM-Gruppe an die erfolgreiche Entwicklung des vergangenen Jahres an. Das Wachstum der Versicherungsbeiträge lag bei 4 %, wobei dieses wiederum aus den Personenversicherungszweigen resultierte.

Die Lebensversicherung steigerte ihr Neugeschäft gemessen an der Beitragssumme um 3,9 % und gemessen an den laufenden Beiträgen um 0,7 %. Gleichzeitig stieg der Versicherungsbestand um 7,2 % auf DM 297 Mrd. Aus diesem Bestand wurden um 3,9 % höhere Beiträge als im Jahr zuvor vereinnahmt. In der Krankenversicherung konnten die Beiträge deutlich um 7,9 % gesteigert werden. Demgegenüber war in der Schaden- und Unfallversicherung ein leichter Rückgang der Beiträge um 0,3 % zu verzeichnen.

Die Bausparkasse entwickelte sich erfreulich. Sie konnte ihren Bestand in dem genannten Zeitraum um 3,1 % steigern.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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