AM-Gruppe: Auch 1998 überdurchschnittlich gute Geschäfts- und Ergebnisentwicklung
"Wir konnten an die erfreuliche Entwicklung der Vorjahre anschließen und weitere Marktanteile im selbst abgeschlossenen Ver-sicherungsgeschäft hinzugewinnen." Nicht nur durch den außerordentlichen Ertrag aus der Veräußerung der Royal Nederland Verzekeringsgroep mit DM 718 Mio., sondern auch durch einen weiteren Anstieg des ordentlichen Jahresüberschusses um seit 1995 kontinuierlich mehr als 10 % konnte der Konzernjahresüberschuß auf DM 1.169,5 Mio. (Vorjahr: DM 402,4 Mio.) gesteigert werden. Das geprüfte DVFA-Ergebnis je Aktie erhöhte sich von DM 8,35 im Vorjahr auf DM 9,31 im Geschäftsjahr 1998.
Darüber hinaus gelang es der AM-Gruppe 1998 erneut, in allen Bereichen des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts überdurchschnittlich zu wachsen und dementsprechend Marktanteile hinzuzugewinnen. Bereinigt um die Umsätze aus den veräußerten niederländischen Aktivitäten betrug der Beitragsanstieg im Versicherungsgeschäft 3,6% auf DM 16,9 Mrd. Einschließlich des Bruttogeld-eingangs der Bausparkasse lag der Gesamtumsatz bei DM 19,9 Mrd., dies ent-spricht einer bereinigten Steigerungsrate von 2,6%. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um insgesamt DM 10,6 Mio. auf DM 300,9 Mio. Das Kapitalanlageergebnis stieg auf DM 6,2 Mrd. (Vorjahr: bereinigt DM 5,5 Mrd.).
Die Aktionäre sollen an dieser positiven Entwicklung durch eine erneut höhere Gewinnausschüttung teilhaben. Der Hauptversammlung am 18. Mai 1999 wird vorgeschlagen, die Dividende je Stückaktie auf DM 2,00 (Vorjahr: DM 1,70) anzuheben. Wenn die Hauptversammlung dem Dividendenvorschlag folgt, wäre dies die sechste Dividendenanpassung in Folge.
An der guten Geschäftsentwicklung partizipierten alle Geschäftsbereiche. Um die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr herzustellen, wurden die entsprechenden Vor-jahresbeträge/Kennzahlen - soweit notwendig - um die Beträge der veräußerten Royal Nederland Verzekeringsgroep bereinigt.
In der Lebensversicherung entwickelte sich das Neugeschäft - gemessen an den laufenden Beiträgen - mit einer Zunahme um 1,4 % auf DM 1,1 Mrd. (Markt: 1,3 %) analog zum Gesamtmarkt. Der Versicherungsbestand nahm um 7,1 % (Markt: 3,7 %) auf DM 315,9 Mrd. zu. Daraus wurden Beiträge (einschl. der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB-Beiträge)) von DM 9,8 Mrd. (Vorjahr: DM 9,4 Mrd.) vereinnahmt. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 9,7 % auf DM 6,3 Mrd. (Vorjahr: DM 5,8 Mrd.). Infolge des erfolgreichen Kostenmanagements konnte die Verwaltungskostenquote um 0,3 %-Punkte auf 3,6 % gesenkt werden. Unter Einbeziehung des wiederum deutlich ver-besserten Kapitalanlageergebnisses von DM 4,9 Mrd. (Vorjahr: DM 4,4 Mrd.) stieg das versicherungstechnische Ergebnis auf DM 350,6 Mio. (Vorjahr: DM 300,4 Mio.).
Die schwierige Situation in der gesetzlichen Krankenversicherung verstärkte die Nachfrage nach privatem Krankenversicherungsschutz sowohl in der Vollversiche-rung als auch bei den Zusatztarifen. An dieser Entwicklung partizipierte die AM-Gruppe überdurchschnittlich mit einem Wachstum der Beiträge (einschl. RfB-Beiträge) um 12,8 % (Markt: 4,6 %) auf DM 2,1 Mrd. Die Leistungsquote war mit 72,9 % (Vorjahr: 76,0 %) gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R. nahmen von DM 315,9 Mio. im Vorjahr auf nun DM 318,7 Mio. zu. Einschließlich des gestiegenen Kapitalanlageergebnisses von DM 329,8 Mio. (Vorjahr: DM 281,0 Mio.) und nach Dotierung der Rück-stellung für Beitragsrückerstattung wurde ein erhöhtes versicherungstechnisches Ergebnis von DM 94,4 Mio. (Vorjahr: DM 87,7 Mio.) erwirtschaftet.
Die Schaden- und Unfallversicherer der AM-Gruppe konnten sich dem nach wie vor negativen Trend des gesamten Kompositversicherungsmarktes 1998 erneut teilweise entziehen. Während der Markt Beitragseinbußen von 2 % hinzunehmen hatte, gelang es dem AM-Konzern, die Beiträge im selbst abgeschlossenen Ver-sicherungsgeschäft um 0,5 % auf DM 4,5 Mrd. zu steigern. Die Beiträge aus dem in Rückdeckung übernommenen konzernfremden Versicherungsgeschäft wurden planmäßig reduziert. Während sich die Schadenquote rückläufig entwickelte, stieg die Kostenquote insbesondere durch zusätzliche DV-Investitionen an. Bedingt durch den guten Schadenverlauf wurden den Schwankungsrückstellungen mit DM 108,7 Mio. rund DM 50 Mio. mehr als im Vorjahr zugeführt, so daß sich danach ein versicherungstechnisches Ergebnis von DM - 144,0 Mio. (Vorjahr: DM - 97,8 Mio.) ergab.
Im Gegensatz zu den Versicherern der Gruppe gelang es der Bausparkasse nicht, sich 1998 vom allgemeinen Branchentrend - mit einer Konsolidierung auf hohem Niveau - abzukoppeln. So verminderte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ver-träge ebenso wie die Bausparsumme der Neuverträge, die mit DM 6,4 Mrd. aber immerhin um DM 0,2 Mrd. über der Produktion des Jahres 1995 lag. Die Jahre 1996 und 1997 waren durch einen Boom im Neugeschäft als Folge der geänderten Bausparförderung geprägt. Trotzdem nahm der Bestand - gemessen an der Bau-sparsumme - leicht auf DM 53,8 Mrd. (Vorjahr: DM 53,6 Mrd.) zu. Der Brutto-geldeingang der Bausparkasse betrug DM 3,0 Mrd. (Vorjahr: DM 3,1 Mrd.). Ins-gesamt erzielte der Bausparbereich ein Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit von DM 43,0 Mio. (Vorjahr: DM 45,0 Mio.).
Der konsolidierte Kapitalanlagebestand (einschl. Baudarlehen, Kapitalanlagen der Fondsgebundenen Lebensversicherung und liquider Mittel) erhöhte sich berei-nigt um 8,9 % auf DM 94,5 Mrd. Den Schwerpunkt der Anlagen bildeten weiterhin festverzinsliche Werte, verstärkt wurde aber auch in Dividendenwerte investiert. Die Bewertungsreserven beliefen sich zum Jahresende 1998 auf 22,9 % des ent-sprechenden konsolidierten Kapitalanlagebestandes.
Die gesamten Kapitalerträge erhöhten sich 1998 auf DM 7,0 Mrd. (Vorjahr: DM 6,2 Mrd.). Hierin enthalten waren DM 5,6 Mrd. (Vorjahr: DM 5,5 Mrd.) laufende Kapitalerträge; das entspricht einer Steigerung um 3,6 %. Nach Abzug der Auf-wendungen für Kapitalanlagen ergab sich ein um 12,5 % höheres Gesamtergebnis von DM 6,2 Mrd.
Geschäftsjahr 1999
Die AM-Gruppe sieht sich auch für 1999 gut gerüstet. Wie Dr. Jäger ausführte, werde die Umsetzung der im November 1998 vertraglich vereinbarten Vertriebs-kooperation mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, mit Hochdruck vorangetrieben. Hier liege ein bedeutendes zusätzliches Wachstumspotential für den AM-Konzern. Auch die zwischen den COSMOS-Versicherungen und dem Otto-Versand, Hamburg, am 1.3.1999 begonnene Zusammenarbeit sei vielver-sprechend. Darüber hinaus werde noch in diesem Jahr eine Kapitalanlagegesell-schaft gegründet, die hauseigene Investmentfonds auflegen werde. Bezüglich des Angebots von Euro-Produkten sei die Gruppe weit fortgeschritten, fast alle Konzerngesellschaften seien ab Mitte des Jahres in der Lage, ihren Kunden spezielle Euro-Tarife anzubieten. Um den Konzern noch wettbewerbsfähiger zu machen, würden darüber hinaus die Effizienzsteigerungsprojekte fortgesetzt. Dem gestiegenen Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit werde die AMB 1999 durch die Erstellung des Konzernabschlusses erstmals nach internationalen Rech-nungslegungsvorschriften (IAS / US-GAAP) sowie durch eine Intensivierung der unterjährigen Berichterstattung nachkommen. Darüber hinaus sei vorgesehen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, die im Vorjahr von Nennwertaktien in Stückaktien umgewandelten Aktien nun insgesamt auf Inhaberaktien umzustellen, um so die Fungibilität der AMB-Aktien zu erhöhen.
Für das angelaufene Jahr hat sich der AM-Konzern erneut ehrgeizige Wachs-tumsziele gesetzt. Der für die Versicherungsbranche prognostizierte Beitrags-zuwachs von 2 % soll übertroffen werden. Hierzu werden alle Geschäftsbereiche beitragen. Auch die BADENIA Bausparkasse erwartet einen Anstieg des Neu-geschäfts und des Gesamtbestandes, vor allem auch vor dem Hintergrund zusätzlicher Vertriebskapazitäten aus dem neu hinzugewonnenen Bankvertrieb.
Bei einer geplanten Verbesserung der Kostenquoten, einem nicht gravierend schlechteren Schadenverlauf und Kontinuität an den Finanzmärkten rechnet der AM-Konzern für 1999 mit einer erneuten Steigerung des Konzernergebnisses.
Die Geschäftsentwicklung der ersten 3 Monate läßt zwar keine Aussage für das Gesamtjahr zu, aber sie bestätigt den beschriebenen Trend, indem alle Bereiche eine erfreulich positive Entwicklung verzeichnen.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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